Saftige Rüblitorte zu Ostern

Ihr Lieben,

Ostern steht vor der Tür und heute wird daher mal wieder gebacken. Zu Ostern passt meines Erachtens wunderbar eine Rüblitorte und da das Wetter immer noch eher weihnachtlicht ist, gebe ich heute ein wenig Zimt dazu.

Rüblitorte oder Karottenkuchen sind nicht jedermanns Sache, aber mit diesem leckeren Rezept habe ich sogar schon die hartnäckigsten Kritiker überzeugt und das will was heißen 🙂

Ostern auf Sylt 2009-210

Zutaten:

300 g Möhren

200 g Zucker

250 g geriebene Haselnüsse

80 g Semmelbrösel (ggf. glutenfrei)

5 Eier

1/2 TL Backpulver

1/2 EL Zimt

1 EL Rum oder Orangenlikör

Zubereitung:

Den Ofen auf 180° Umluft vorheizen. Die Möhren schälen und mit einer Raspel fein reiben. Die Eier trennen und das Eigelb mit 5 EL Wasser und dem Zucker schön schaumig rühren. Das Eiweiß mit dem Schneebesen steif schlagen und unter die Eigelbmasse heben. Jetzt vorsichtig die geraspelten Möhren, die Haselnüsse, den Zimt, die Semmelbrösel und das Backpulver unterheben und den Rum dazugeben. Alles vorsichtig unterheben, damit der Teig schön lufitg bleibt und später saftig wird.

Den fertigen Teig in eine gefettete und mit Semmelbröseln bestreute Form geben und bei 180° Umluft 60 Minuten backen.

Als Garnitur empfehle ich einen Zuckerguss aus 150g Puderzucker und 2 EL Orangensaft, sowie kleine Marzipanmöhren, die man schon fertig kaufen kann. Wer im Kuchen keinen Rum oder Orangenlikör mag kann auch anstelle dessen einfach Orangensaft nehmen.

Ostern auf Sylt 2009-167

Dann lasst es euch munden und „Frohe Ostern“ !

A very British Easter recipe – Hot Cross Buns

Ihr Lieben,

zunächst einmal möchte ich euch allen Frohe Ostern wünschen und hoffe, dass ihr ein schönes Osterwochenende im Kreise eurer Lieben verbringt. Obgleich Ostern der höchste christliche Feiertag ist, habe ich das Gefühl, dass dieses Fest des Lichts immer mehr zu einem zweiten kommerziellen Weihnachten wird: die Supermärkte sind voll von Schokohasen, es gibt Osterrabatte in den Läden, in diversen Online-Shops werden Osterspecials promotet und der eigentliche Gedanke des Osterfestes, der Sieg des Lebens über den Tod, ist weit hinter Osterhase und Co. gerückt.

Bei uns in der Familie wird Ostern traditionell gemeinsam mit gefärbten Eiern, einem guten Essen und vor allem Familienzeit verbracht.  Zudem leutet für mich der Ostersonntag auch das Ende der Fastenzeit ein, wobei ich sagen muss, dass mir der Verzicht auf Zucker und Alkohol dieses Jahr erstaunlich leicht gefallen ist und ich wahrscheinlich noch ein wenig weiter darauf verzichten werde, aber nicht mehr so streng wie in den letzten 7 Wochen.

Um meine Liebe zu England und das wichtigste christliche Fest zu verbinden, habe ich heute in aller Frühe ein typisches englisches Ostergebäck Hot Cross Buns gebacken und möchte diese köstliche Spezialität von der Insel gerne mit euch teilen. Den Namen haben die kleinen Hefeteilchen von ihrem Mehlkreuz, das natürlich an die Kreuzigung Jesu am Karfreitag erinnerte. Gewürzt werden die Buns mit Zimt, Nelken und Muskat, traditionelle Gewürze, die zur Zeit Jesu zum Einbalsamieren genutzt wurden. Zudem werden die Buns mit Rosinen und gelegentlich auch Zitronat/Orangeat versehen und sind mittlerweile (leider) nahezu das ganze Jahr in England erhältlich.

 

Zutaten

500 g Mehl
75 g Zucker
1 Ei
280 g Milch
40 g Margarine
11 g Trockenhefe
10 g Salz
200 g Sultaninen
25 g Zitronat
25 g Orangeat
1,5 TL Zimt
1/2 TL Nelken
1/2 TL getrockneter Ingwer
eine Messerspitze gemahlener Muskat
1 Päckchen Zitronenabrieb
etwas Sonnenblumenöl
Agavendicksaft (alternativ Golden Syrup)
35 g Mehl
50 ml Wasser
Zubereitung

Zubereitung

Zunächst das Mehl mit den Gewürzen, dem Zitronenabrieb und dem Zucker in einer großen Schüssel vermengen. Anschließend die Trockenhefe und das Salz hinzugeben und in der Mitte eine Mulde formen.

Die Butter und die Milch in separaten Töpfen erwärmen, bzw. zum Schmelzen bringen, und die flüssige Butter sowie die Hälfte der Milch zum Mehlgemisch geben und vorsichtig mit den Händen unterheben. Nun das Ei hinzugeben, weiter mit den Händen alles vermengen und nach und nach die restliche Milch hinzugeben.

IMG_0872Den Teig in den Thermomix geben – oder auf eine bemehlte Arbeitsfläche -, die Sultaninen und das Orangeat und Zitronat hinzugeben und ca. 8 Minuten im Getreidegang kneten lassen, bis ein schöner geschmeidiger Teig entsteht. Den fertigen Teig nun in eine mit Fett ausgestrichene Schüssel geben, mit einem Küchentuch abdecken und ca. 1,5 Stunden an einem warmen Ort gehen lassen.

Wenn der Teig schön aufgegangen ist, wird dieser auf eine bemehlte Arbeitsfläche gegeben und mit den Händen noch einmal kurz durchgeknetet. Dann formt man eine ca. 8 cm dicke Rolle und kann fingerbreite Scheiben abschneiden, die zu kleinen Kugeln geformt werden. Zwei Backbleche mit Packpapier auslegen und die Kugeln auf dem Backpapier leicht flach andrücken. Mit einem Küchentuch abgedeckt oder bei 50 Grad im Ofen noch einmal 45 Minuten gehen lassen.

In der Zwischenzeit kann der Ofen auf 220 Grad vorgeheizt werden. Für das Kreuz müssen 50 ml Wasser mit ca. 35 g Mehl glatt gerührt werden. Wenn der Ofen heiß ist und die Buns noch einmal an Größe gewonnen haben, kann man mit einem Löffel vorsichtig ein Kreuz mit der Mehlmischung auf die Buns zeichnen. Wer Probleme mit dem Löffel hat kann natürlich auch einen Spritzbeutel nehmen. Die Buns werden bei 220 Grad ca. 15 Minuten gebacken, bis sie schön golden sind.

Die Buns aus dem Ofen nehmen und mit leicht erwärmtem Agavendicksaft einstreichen, so dass sie einen schönen Glanz bekommen.  Traditionell ist man die Buns einfach mit ein wenig Butter, besonders lauwarm wirklich ein Genuss. Wem die Gewürze aber noch nicht reichen, der kann natürlich auch eine Lemon Card dazu servieren.

 

Happy Easter,

 

eure Nostalgiaqueen

 

 

Was backt ihr traditionell zu Ostern? Wie feiert ihr Ostern?

Ein Hauch italienischer Genuss für daheim – selbstgemachte Bruschetta

Ihr Lieben,

die Fastenzeit ist vorbei und nach Ostern geht für viele das Schlemmen und Genießen wieder los. Ich hatte auf Schokolade und Alkohol verzichtet und dabei festgestellt, dass es mir ohne milchige Produkte, Alkohol und Süßes viel besser geht, sowohl körperlich als auch sichtbar bei meiner Haut. An Ostern habe ich zwar offiziell das Fasten gebrochen und einen Aperol und ein paar Schokoeier genossen, so richtig glücklich hat mich das aber auch nicht gemacht und so werde ich ab nun auch weiterhin auf Schokolade, Milchprodukte und Alkohol weitestgehend verzichten.

Seit letzter Woche zeigt sich bei uns der April von seiner schönsten Seite: überall blüht es, morgens zwitschern die Vögel, die Sonne scheint und es ist einfach herrlich, draußen zu sein und diese wunderschöne Jahreszeit zu genießen. In den letzten Tagen waren mein Mann  und ich viel draußen in der Sonne – in unserer neuen Heimat Lüneburg – und waren freudig überrascht, wie sehr die Leute hier das Wetter, das Draußensein und auch das Essen und Trinken genießen: ein wenig wie an der Adria. Diese Lebenslust hat mich dazu inspiriert, wieder mehr italienisch zu kochen, denn was gibt es Herrlicheres als frische Tomaten, Olivenöl, Knoblauch und natürlich Pasta?

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Noch gestern habe ich in einem Restaurant einen Gast gesehen, der vollkommen überteuertes Bruschetta aus drei dünnen Scheiben aufgebackenem Baguette, hellen Tomaten, einem Blatt Basilikum und (am allerschlimmsten) Crema die Balsamico aß. Das kann ich besser dachte ich mir und so wurde heute aus dem übriggebliebenen Pane Rustico und frischen Tomaten eine unglaublich saftige Bruschetta zum Mittag gezaubert, die ich euch nicht vorenthalten möchte. Hier also mein Rezept:

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Zutaten:

2 mittelgroße weiße Zwiebeln
2 Knoblauchzehen
12-15 Mini-Rispentomaten (reif)
eine Handvoll Basilikum
Olivenöl
Balsamico
Salz, Pfeffer, Paprikapulver (süß)

eine Knoblauchzehe mit Schale
ein rustikales Baguette oder Ciabatta vom Vortag
etwa Fett für die Pfanne (Butter, Olivenöl)

Zubereitung:

Zunächst werden die Zwiebeln und der Knoblauch in feine Würfel geschnitten. In einer beschichteten Pfanne etwas Fett (ich mische Butter und Olivenöl) erhitzen und die Zwiebeln und den Knoblauch braun anschmoren. Beides in eine Schüssel geben und kurz abkühlen lassen. Die Pfanne nicht abwaschen, sondern einfach zur Seite stellen, da ihr sie noch für das Brot braucht.

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In der Zwischenzeit die Tomaten vierteln und dann die Viertel noch einmal halbieren, so dass kleine Würfel entstehen. Das Basilikum kurz abwaschen und grob hacken. Die Tomaten und das Basilikum zu den Zwiebeln und dem Knoblauch geben. Jetzt 1,5 Esslöffel Olivenöl und zwei Esslöffel Balsamico hinzugeben. Abschließend eine Prise Salz, Pfeffer und ein klein wenig Paprikapulver drüber streuen und alles mit einem Löffel verrühren.

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Die Pfanne erneut mit ein wenig Fett  (1,5 Esslöffel) erhitzen und eine Knoblauchzehe (ich zerdrücke diese und gebe sie mit der Schale hinein) hinzugeben. Das Baguette in 6-7 cm breite Teile schneiden, in der Mitte halbieren und die einzelnen Stücke mit der Schnittfläche in das Fett geben. Das Brot so lange auf einer Seite anrösten, bis es braun wird und auch schon ein wenig nach Röstaromen riecht. Jetzt das Brot wenden und noch kurz einmal die Unterseiten anbraten.

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Das geröstete Brot aus der Pfanne nehmen und mit einem Esslöffel großzügig die Tomatenmischung drüber geben. Den Saft (Olivenöl und Essig) ebenfalls über das Brot und die Tomaten geben. Mit einem frischen Basilikumblatt serviert ist die frische Bruschetta ein wahrerer Genuss und muss  sofort verspeist werden, da das Brot sonst vom Saft zu weich wird.

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Buon Appetito!

Alles Liebe,

eure Nostalgiaqueen

Bestellt ihr im Restaurant gerne Bruschetta ? Was ist euer italienisches Lieblingsrezept?

Saftige Rüblitorte zu Ostern

Ihr Lieben,

Ostern steht vor der Tür und heute wird daher mal wieder gebacken. Zu Ostern passt meines Erachtens wunderbar eine Rüblitorte und da das Wetter immer noch eher weihnachtlicht ist, gebe ich heute ein wenig Zimt dazu.

Rüblitorte oder Karottenkuchen sind nicht jedermanns Sache, aber mit diesem leckeren Rezept habe ich sogar schon die hartnäckigsten Kritiker überzeugt und das will was heißen 🙂

Ostern auf Sylt 2009-210

Zutaten:

300 g Möhren

200 g Zucker

250 g geriebene Haselnüsse

80 g Semmelbrösel (ggf. glutenfrei)

5 Eier

1/2 TL Backpulver

1/2 EL Zimt

1 EL Rum oder Orangenlikör

Zubereitung:

Den Ofen auf 180° Umluft vorheizen. Die Möhren schälen und mit einer Raspel fein reiben. Die Eier trennen und das Eigelb mit 5 EL Wasser und dem Zucker schön schaumig rühren. Das Eiweiß mit dem Schneebesen steif schlagen und unter die Eigelbmasse heben. Jetzt vorsichtig die geraspelten Möhren, die Haselnüsse, den Zimt, die Semmelbrösel und das Backpulver unterheben und den Rum dazugeben. Alles vorsichtig unterheben, damit der Teig schön lufitg bleibt und später saftig wird.

Den fertigen Teig in eine gefettete und mit Semmelbröseln bestreute Form geben und bei 180° Umluft 60 Minuten backen.

Als Garnitur empfehle ich einen Zuckerguss aus 150g Puderzucker und 2 EL Orangensaft, sowie kleine Marzipanmöhren, die man schon fertig kaufen kann. Wer im Kuchen keinen Rum oder Orangenlikör mag kann auch anstelle dessen einfach Orangensaft nehmen.

Ostern auf Sylt 2009-167

Dann lasst es euch munden und „Frohe Ostern“ !