Innovativer Kaffeegenuss aus dem Norden?!- Die Leysieffer Kapselmaschine mit Milchschaumfunktion

Ihr Lieben,

momentan sind auf meinem Blog (ungeplant) hanseatische Wochen, denn ich habe nicht nur in den letzten Wochen schöne Produkte von kleinen und großen Hamburger Unternehmen wie beispielsweise Corinna Stieren bekommen, sondern ich habe auch immer besondere Freude euch Dinge zu präsentieren, die aus meiner Wahlheimat kommen und vor allem Tradition haben.

Mit der heutigen Firma Leysieffer* verbinde ich so einige Kindheits- und Jugenderinnerungen, die ich euch natürlich nicht vorenthalten möchte. Wie ihr vielleicht wisst bin ich eigentlich nur 1/3 Nordlicht, da ich im schönen Ruhrgebiet aufgewachsen bin, meine Familie mütterlicherseits aber einer alten Sylter Familie angehört, mein Vater wiederum Wiener ist. Schon als Kinder sind wir früh in Berührung mit Leysieffer gekommen, denn meine Mutter hat es zum Shoppen des öfteren nach Düsseldorf gezogen, wo man seit jeher ein wenig „Noblesse“ auf der Kö genießen konnte und von wo sie als kleines Mitbringsel und lukullische Freude immer einen weißen Plastikeimer mit feinster Sylter Roter Grütze nach Hause brachte. Schnell war die Rote Grütze mit Sahne verschlungen, der Eimer ausgespült und dann hieß es für meine Schwester und mich im Sand buddeln was das Zeug hält und so gab es schon früh zwischen Leysieffer und mir eine enge und vor allem langwierige Bindung.

Als ich selber ins Shoppingalter gekommen war, sind meine Mutter und ich oft zusammen auf der bei Leysieffer Kaffee trinken gewesen und in den Jahren nachdem meine Mutter wieder auf die Insel gezogen ist, war ein Besuch im „Odin“, jenem sagenumwobenen kleinen Leysieffer auf der Whiskeymeile in Kampen obligatorisch. Im Sommer genießen mein Mann und ich gerne mal eine riesige wenn auch nicht ganz günstige Kugel feinstes Leysieffer Eis auf der Friedrichstraße, denn dem Duft der selbstgebackenen Mandelwaffeln, der einem schon von weitem entgegenschwebt, kann man als Sylturlauber einfach nicht widerstehen.

Bislang war ich eigentlich stets unserer zur Hochzeit erhaltenen Kaffeemaschine treu, aber als Leysieffer dann auch ins Kapselgeschäft eingestiegen ist, war ich zugegeben wirklich neugierig und habe mich riesig gefreut, dass ausgerechnet ich diese mit dem PLUS X Award ausgezeichnete Kapselmaschine testen darf. Leysieffer zeichnet sich durch seine seit 1909 gewahrte Familientradition aus und hat seinen Firmensitz in der Gründungsstadt Osnabrück. Mittlerweile ist das Traditionsunternehmen mit dem wunderschön nostalgischen schwarz-roten Logo in allen größeren Städten wie Hamburg, Berlin, Düsseldorf und eben auch seit 1985 auf Sylt vertreten.

Die Kaffeemaschine

Bislang war Leysieffer in meinen Augen eher bekannt für leckere Torten, selbstgemachte Pralinen und allerlei Schokoladiges, aber seit einer Weile kann man sich auch etwas Kaffeehausgenuss in die eigene Wohnung holen mit der Leysieffer Kaffee Premium Kapselmaschine mit Milchschaumsystem. Als ich den Karton geöffnet habe, strahlte mir die weißglänzende eckige und recht kompakte Maschine entgegen und ich habe mich beim Aufbauen erstmal gefragt, wie und wo dort Milchschaum produziert werden soll. Die Maschine ist wirklich schnell und leicht aufzubauen: man muss die Sicherheitsaufkleber entfernen, den Wassertank einmal gründlich ausspülen, den Stecker reinstecken und schon kann es losgehen, aber halt: Wo kommt denn jetzt die Milch rein?

Im Gegensatz zu meiner vorigen Maschine gibt es nämlich keinen separaten Milchaufschäumer, sondern das System funktioniert über eine Druckwasserdüse, die mit 19 Bar die Milch direkt in der Tasse aufschäumt. Ich gebe ehrlich zu, ohne die Bedienungsanleitung gelesen zu haben wäre ich nie im Leben auf diese Funktion gekommen. Die Maschine hat auf beiden Seiten lediglich zwei Knöpfe: rechts wählt man die Stärke und Wassermenge für den Kaffee/Espresso (50/100ml) und links kann man zwischen zwei verschiedenen Milchschaumvarianten wählen, sprich Cappuccino oder Milchkaffee/ Latte Macchiato. Um einen Latte Macchiato zuzubereiten füllt man einfach 50-60 Ml Milch in eine Tasse, stellt diese unter die Düse, drückt den entsprechenden Knopf und dann erhitzt ein feiner dampfender Wasserstrahl die Milch und schäumt diese zugleich auf. Anschließend wählt man über die rechten Tasten die Intensität des Kaffees an und schon hat man in nicht einmal einer Minute eine Kaffeespezialität zubereitet.

Innovativ oder althergebracht?

Was mir an der Maschine besonders gefällt ist das schlichte und schnörkellose aber dennoch elegante Design, denn diese Maschine passt wirklich in jede Küche. Wenn man die Bedienungsanleitung einmal gut gelesen hat, ist es wirklich ein leichtes in Kürze einen guten Kaffee zuzubereiten. Da ich eine Laktoseintoleranz habe, andere Familienmitglieder aber nicht, ist es auch toll, dass die Maschine nie in Kontakt mit der Milch kommt, da diese sich immer in der jeweiligen Tasse befindet. Somit fällt auch keine zusätzliche Reinigung wie bei externen Milchbehältern an. Die Idee die Milch durch Druckwasser aufzuschäumen gefällt mit prinzipiell gut, aber leider verwässert das Wasser den Kaffee natürlich ein wenig. Zudem wurde meine Milch nur bei zweimaligem Schäumen wirklich heiß, beim ersten Mal ist sie eher lauwarm, was einige sicher mögen, mir aber zu kalt ist. Wenn man heiße Milch möchte, sollte man diese schon vorher aus dem Kühlschrank nehmen, was aber natürlich die Spontaneität beeinflusst. Der Espresso und der Kaffee schmecken wirklich vollmundig und sind schnell zubereitet. Schön und praktisch ist auch der verstellbare Tassentand, so dass man problemlos verschieden große Tassen und Gläser verwenden kann.

Die Kapseln gibt es nur bei Leysieffer im Laden oder im Onlineshop und man kann auch nur die Originalkapseln verwenden, was ich recht schade finde, da ich mit meiner Nespresso mittlerweile auch andere Kapseln verwenden könnte. Aktuell kann man zwischen 6 verschiedenen Kaffee- und Espressovarianten (48 Kapseln/14 Euro) wählen, wobei mir der Ristretto am besten schmeckt.

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Alles in allem finde ich die Maschine schon innovativ und der Kaffee schmeckt mir auch wirklich gut, aber die Milschaumfunktion konnte mich leider nicht vollends überzeugen, da ich von meinem externen Milschschäumer einfach bessere Ergebnisse gewohnt bin. Für 199 Euro liegt die Maschine im normalen Segment für Kapselmaschinen und wenn noch ein wenig an der Milchschaumfunktion gefeilt wird, glaube ich auch, dass diese stylische und zeitlose Maschine wirklich eine Alternative zu herkömlichen Kapselmaschinen darstellt.

Wenn ihr gerne sehen wollt, wie die Maschine läuft, schaut doch einfach auf meinem Instagram Channel vorbei.

* Ich habe die Kapselmaschine von leysieffer im Rahmen den Supper Blogger Challenge kostenlos zu Verfügung gestellt bekommen. Dies beeinflusst meine kritische Meinung aber keineswegs.

Alles Liebe,

eure Nostalgiaqueen

Wie bereitet ihr am Liebsten euren Kaffee zu? Kennt ihr die Firma Leysieffer?

Ein Amuse Gueule zur Fashion Week – Feine Lachsröllchen mit Saurer Sahne Creme

Ihr Lieben,

zur Zeit ist ja in Berlin die Fashion Week und viele meiner lieben Bloggermädels kommen wieder in den Genuss, am Styleranking Fashion Blogger Café teilzunehmen. Leider konnte ich aus beruflichen Gründen dieses Mal nicht nach Berlin reisen, aber ich hoffe, im Sommer wieder dabei sein zu können. Allen anderen, die sich zur Zeit auf den Fashion Shows und in den Showrooms rumtreiben, wünsche ich aber ganz viel Spaß, wie zum Beispiel der lieben Kirsten von TheLIFBIssue.

Für alle anderen, die daheim bleiben mussten, habe ich mir überlegt, heute ein Red-Carpet-würdiges Amuse Geueule zu bloggen, das man immer super zu Sekt, Champagner und Co. reichen kann: feine Lachsröllchen mit Saurer Sahne Creme.

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Für 8 Röllchen benötigt ihr

2 Pakete geräucherten Graved Lachs ( ca. 500 g), gerne auch mit Dill
1 Becher Saure Sahne
Saft einer halben Bio-Zitrone
ein halber Bund frischer Dill
eine Knoblauchzehe
Salz
Pfeffer
etwas Paprikapulver

Für den Teig

300 g Mehl
3 Eier
450 ml Milch
eine Prise Salz
ggf. etwas Sprudelwasser

Zubereitung

Zunächst werden die Pfannkuchen gemacht. Dazu wird das Mehl in eine mittelgroße Schüssl gegeben und die Eier werden hinzugefügt. Jetzt kommt die Milch hinzu und alles wird mit einem Schneebesen gut verquirlt. Zuletzt eine Prise Salz und eine Prise Paprikapulver hinzugeben und noch einmal alles gut verquirlen. Wenn der Teig zu dick ist, könnt ihr noch ein wenig Sprudel oder Milch hinzugeben. Er sollte gerade so zähflüssig sein, dass er langsam vom Quirl tropft und ein wenig daran haften bleibt.

Ihr könnt den Teig nun zur Seite stellen und die Saure Sahne Creme zubereiten. Dazu die Saure Sahne in eine Schüssel geben, den Zitronensaft hinzugeben und alles verquirlen. Die Knoblauchzehe durch eine Presse drücken und unter die Saure Sahne rühren. Den Dill fein hacken und zusammen mit dem Salz und dem Pfeffer unterrühren. Die Creme abschmecken und nach Bedarf noch ein wenig würzen.

Eine mittelgroße beschichtete Pfanne mit ein wenig Fett erhitzen und eine kleine Kelle Pfannkuchenteig hinzugeben und zu einem runden Pfannkuchen verlaufen lassen. Den Pfannkuchen wenden sobald der Rand fest wird. Die Pfannkuchen sollten goldgelb und nicht braun werden, damit die Röllchen auch schön aussehen, daher müsst ihr die Pfannkuchen zeitig umdrehen (nicht verzagen, der erste Pfannkuchen ist immer für den Koch, da er nie was wird 🙂 ). Die Pfannkuchen sollten schön dünn sein, etwa 2-3 Milimeter.

Die fertigen Pfannkuchen auf einen großen Teller zum Abkühlen legen und zwischen die Pfannkuchen ein Küchencrepe zum Aufsaugen des Fettes geben. Wenn alle Pfannkuchen fertig gebacken sind müssen diese kurz auskühlen. Ihr könnt sie dazu kurz nach draußen auf den Balkon oder in den Kühlschrank geben.

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Wenn die Pfannkuchen ausgekühlt sind solltet ihr euch einen Teller bereitstellen und ein Küchenbrett, auf dem ihr die Röllchen schmiert und belegt. Wer es gerne ganz ordentlich mag, kann die Ränder der Pfannkuchen abschneiden, so dass diese schön rund und gleichmäßig sind. Ich benutze dafür einen Teigausstecher für Pizzaböden und erhalte so schön gleichmäßige Pfannkuchen. Jetzt werden die Pfannkuchen mit je einem gestrichenen Löffel der Sauren Sahne Creme beschmiert und dann komplett (bis an die Ränder) mit dem Lachs belegt. Die Pfannkuchen aufrollen und ein wenig am Ende andrücken und auf den Teller zum Ruhen geben. Wenn alle Röllchen fertig sind, würde ich diese noch einmal kurz in den Kühlschrank geben, damit die Creme etwas anzieht und die Röllchen sich nachher schön schneiden lassen, ohne auseinander zu fallen.

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Die fertigen Röllchen können zum Beispiel schräg halbiert werden und als Teil einer Vorspeise schön angerichtet werden, oder ihr schneidet die Röllchen in kleine Ringe und serviert diese auf einer großen Platte als Häppchen für eine größere Gesellschaft.

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Ich wünsche euch viel Spaß beim Nachkochen.

Alles Liebe,

eure Nostalgiaqueen

Was ist euer Lieblingsfingerfood? Wer von euch ist zur Zeit auf der Fashion Week?

Zuckersüße rosane Schneckchen

Ihr Lieben,

am 13.12 wurde meine Geduld auf eine harte Probe gestellt. Ich wollte für meinen Liebsten zum Valentinstag zauberhafte rosane Schneckchenplätzchen backen, aber wie es oft so ist, wenn man „mal schnell“ was backen will, gelingt der Teig meistens nicht, oder es dauert länger, als ich meine Ungeduld im Zaume halten kann.

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Auf einer englischsprachigen Seite hatte ich das Rezept gefunden und es klang alles furchtbar einfach: zwei Teige herstellen, diese ausrollen, übereinander legen und dann zusammenrollen, befeuchten, schneiden und in Zuckerherzen wälzen, backen, FERTIG. Leider war der Teig so weich, dass ich ihn erst einen Tag später verarbeiten konnte und wiederrum drei Tage später, sprich heute, gebacken habe. Meine Geduld wurde auf eine harte Probe gestellt, aber das Ergebnis ist optisch und geschmacklich dann doch super und der Liebste hat sich auch verspätet noch über seine Plätzchen gefreut 🙂

Zutaten:

240 Gramm Mehl
225 Gramm Zucker
1/4 TL Salz
1/2 TL Backpulver
115 Gramm Butter
1 Ei
2 TL Milch
1 Päckchen Vanillezucker
eine Messerspitze Wilton Lebensmittelpaste in Rot

Zubereitung:

Mehl, Salz und das Backpulver in einer kleinen Schüssel vermengen. Die Butter mit dem Zucker in einer weiteren Schüssel schaumig rühren und anschließend das Ei, die Milch und den Vanillezucker hinzugeben und gut vermengen. Jetzt die Mehlmischung hinzugeben und alles mit dem Handrührgerät verrühren, bis ein glatter Teig entsteht.

Den Teig nun in zwei gleichgroße Teil teilen und die eine Teighälfte mit der Lebensmittelpaste rosa färben.

Beide Teige in Klarsichtfolie wickeln und für einen Tag in den Kühlschrank geben (bei mir war der Teig zu weich und klebte erst nach einem Tag nicht mehr so sehr).

Am nächsten Tag den hellen Teig auf eine gut bemehlte Arbeitsfläche geben und ausrollen. Die Teigplatte (0,5 cm) zur Seite legen und den rosanen Teig ebenfalls ausrollen. Die Oberfläche des rosanen Teiges mit Wasser bestreichen und die helle Teigplate drauflegen und andrücken. Gegebenenfalls muss man den Teig nochmal zusammen ein wenig ausrollen, damit beide Teige wirklich aneinander kleben bleiben. Den Teig vorsichtig zu einer Rolle aufrollen und wieder in Klarsichtfolie stramm einwickeln und für 1-2 Tage in den Kühlschrank geben.

Wenn der Teig gut gekühlt ist, kann die Rolle in ca. 1cm dicke Scheiben geschnitten und bei 140° ca. 15 Minuten gebacken werden.

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Guten Appetit!

Habt ihr schonmal Kekse mit zwei verschiedenen Teigen gebacken?

In der Weihnachtsbloggerei – Törchen Nr.12

Hohoho ihr Lieben,

Heute wird das Törchen Nr. 12 unserer Weihnachtsbloggerei auf meinem Blog geöffnet:-)

Habt ihr schon gerätselt was es wohl geben mag????

Nun, dann will ich euch noch ein Rätsel aufgeben: etwas Süßes zum Weihnachtsfest ist hinter meinem Törchen versteckt. Klein und rund, auf einem zarten weißen Taler lassen sich diese kleinen Leckerbissen nieder. Gespickt mit gezuckerten Orangen und feinsten Limetten, verzaubert durch orientalische Gewürze wie Sternanis und Kardamom hüllen sich diese kleinen Köstlichkeiten in ein Kleid aus dunkler Kuvertüre oder glänzendem Zuckerguss. Zum Schluss werden sie geschmückt mit einer weihnachtlich roten Kirsche oder Cranberry, bevor sie auf einem Teller angerichtet werden oder in nostalgischen Blechdosen ihren Bestimmungsort finden!

Na habt ihr erraten was sich hinter Törchen Nr. 12 versteckt? Richtig! Es sind zauberhaft weihnachtliche Mini-Elisenlebkuchen!

Die Nürnberger Lebkuchen sind auf der ganzen Welt bekannt und sind im Bezug auf ihre Herkunft Nürnberg geschützt. Schon vor gut 500 Jahren ist dieses populäre Weihnachtsgebäck entstanden, als Kaiser Friedrich III. anlässlich des Reichstages an die Kinder kleine Lebkuchen mit seinem Abbild verteilen ließ. Sie sind somit ein wahrhaft königliches Gebäck! Elisenlebkuchen sind übrigens die höchste Qualitätsstufe der Lebkuchen, da sie mindestens 25% Nüsse beinhalten müssen.

Ich habe noch nie Lebkuchen selber gemacht, aber als ich Ideen  für die Weihnachtsbloggerei gesammelt habe und meine Rezepthefte durchforstete, auf der Suche nach etwas Nostalgischem und zugleich Weihnachtlichem und allseits Beliebtem, war die Wahl schnell getroffen! Lebkuchen erfüllen alle diese Kriterien: sie sind nostalgisch, dürfen auf keinem Gebäckteller fehlen und sind einfach herrlich lecker. Die Zubereitung ist gar nicht schwer, aber das Ergebnis umso schöner !

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Das Rezept habe ich aus einer Sonderbeilage „Advents-Bäckerei“ in der Lisa, Ausgabe 44/2012.

Zutaten

50g Orangeat
50 g Zitronat
250 g gemahlene Haselnüsse
125 g Mehl
1 TL Backpulver
1 TL Lebkuchengewürz
2 Eier
1/2 Röhrchen Rumaroma (oder 4 EL Rum)
1 Tütchen Vanillezucker
250 g Zucker (brauner Zucker macht die Lebkuchen schön dunkel)
2 EL Kakaopulver
100 g  gehackte Mandeln
ca. 50 kleine Oblatten

Für die Glasur

200 g Zartbitterkuvertüre
150 g Puderzucker
2 EL Zitronensaft
Cranberrys oder kandierte Kirschen

Zubereitung

Das Orangeat und das Zitronat fein hacken. Die gemahlenen Haselnüsse, Mehl, Lebkuchengewürz und Backpulver in eine Schüssel geben und gut vermischen.

Die Eier mit dem Rumaroma, dem Zucker und dem Vanillezucker in einer weiteren Schüssel schaumig schlagen.

Das gehackte Orangeat und Zitronat, die gehackten Mandeln, das Kakaopulver die Mehl-Nussmischung und die Eiermischung in einer großen Schüssel zu einem Teig verrühren.

Den Backofen auf 160° Umluft vorheizen und ein Backblech mit Backpapier auslegen. Auf dem Backblech die Oblaten verteilen und je einen guten TL von der Lebkuchenmasse draufgeben. Ich habe zunächst einen TL von dem Teig abgestochen, zu einer Kugel gerollt, auf die Oblate gegeben und dann einfach mit der flachen Hand platt gedrückt, so dass ein Taler ensteht.

Die Lebkuchen bei 160° ca. 25 Min. backen. In der Zwischenzeit den Puderzucker mit dem Zitronensaft glatt rühren und die Kirschen bereitlegen. Im Wasserbad die Kuvertüre schmelzen und ebenfalls bereitstellen.

Wenn die Lebkuchen fertig sind, werden diese sofort mit der Puderzuckerglasur bestrichen, oder mit der Kuvertüre überzogen und mit einer Kirsche verziert.

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Fertig sind die kleinen wunderbar schmeckenden Elisenlebkuchen in ihrem braunen und weißen Kleid.

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Merry Christmas!

P.S. Morgen gibt es natürlich auch wieder ein tolles Törchen zu öffnen und zwar bei der lieben Kristin. Schaut doch mal vorbei und lasst euch überraschen!

 

Dürfen bei euch auch keine Lebkuchen auf dem Gebäckteller fehlen? Was gehört für euch noch auf einen Gebäckteller?

Lancôme Trésor – ein Klassiker in der Welt der Flaconi Düfte

Ende Oktober hatte Flaconi erneut zum Produkttest aufgerufen und ich durfte zum ersten Mal einen Duft testen. Zum Testen wurden sowohl Lancôme Trésor als auch La Vie est Belle bereitgestellt, je 50 Flacons pro Duft.

Ich hatte mich für den Trésor Duft entschieden und war freudig überrascht als Ende Oktober ein kleines weiß-rosa Päckchen mit der Aufschrift „Flaconi“ bei mir ankam.

Ich hatte eigentlich, da es sich um einen Produkttest handelt, mit einem 30 ml Flacon gerechnet und war sprachlos, als ich das Paket öffnete und die 100 ml Größe mich mit ihrem bernsteinfarbenen Glanz anstrahlte.

Flaconi beschreibt den Duft wie folgt:

„Ein absoluter Parfumklassiker ist das luxuriöse Lancôme Trésor.  Seit 1990 versprüht das Eau de Parfum weibliche Sinnlichkeit und verkörpert die Liebe in all ihren Facetten. Im Duft von Lancôme Trésor treffen Rosenblätter und Pfirsichblüten auf Maiglöckchen, Iris und Vanille. Abgerundet wird das warme Bouquet von Sandelholz und Moschus.“

Da ich ja Klassiker und zeitlose Düfte bevorzuge, war ich sehr gespannt auf den Duft. Zunächst möchte ich aber etwas zum Päckchen und dem Design des Flacons sagen. Flaconi hat sich beim Packen des Päckchens wirklich unglaublich viel Mühe gegeben. Wenn man das kleine Paket öffnet, sieht man zunächst rosanes Seidenpapier mit einem kleinen schwarzen Aufkleber. Vorsichtig habe ich den Aufkleber abgelöst, da das Papier wirklich zu schade zum Wegwerfen ist. Unter der raschelnden Papierdecke befindet sich schwarz gefaltete Pappe, die das eingepackte Parfum zart umschmeicheln. Alleine die Verpackung ist schon eine wahre Freude.

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Der Flacon

Der facettierte Flacon selber ist in einer klassischen und wirklich zeitlosen Schachtel, aus hellem Orange mit schwarzen Rändern. Der Flacon wirkt sehr edel und ist geradezu „massiv“. Geschliffen wie ein Diamant, spitz nach unten zulaufend, mit großen Rillen und einem durchsichtigen Deckel. Der Zerstäuber ist aus schwarzem Kunststoff und verbirgt sich unter einem feinen gläsernen Deckel, der ebenfalls im Brillantschliff gefertigt ist. Alles in allem wirkt das Parfum sehr hochwertig und wertet jedes Bad oder Schlafzimmer auf. Ich habe den Duft wegen seiner bestechenden Optik unter einer Glasglocke ins Schlafzimmer gestellt, wo er mich jeden Morgen mit seinem glänzenden Inhalt anstrahlt und mit Bedacht von mir aufgesprüht wird.

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Der Duft

Flaconi beschreibt den Duft wie folgt:

„Lancôme Trésor Parfum präsentiert sich als frischer, fruchtig-blumiger Duft mit pudrigem Akzent. In der Kopfnote verströmen Aprikose, Bergamotte und Pfirsich sofort nach dem Auftragen ihre saftig sinnlichen Aromen. In der Herznote sind blumige Noten wie Heliotrop, Iris, Rose und Veilchen vereint – die bulgarische Rose setzt dabei den betörend-sinnlichen Akzent. Die Basisnote verleiht mit Amber, Sandelholz und Vanille langanhaltend einen weich-pudrigen Charakter. „

Treffender kann auch ich den Duft nicht beschreiben. Die interessante Mischung aus blumigen Noten wie Rose und Veilchen werden vereint mit orientalischen Basisnoten wie Vanille und Sandelholz. Dieser zugleich schwere und doch blumig leichte Duft ist sicher nicht nach jedermanns Geschmack, aber mir gefällt das „Fremde“ kombiniert mit dem „Bekannten“ sehr gut und lässt mich vom fernen Orient mit seinen bezaubernden Gewürzen, zugleich aber vom heimischen Garten mit seinen blühenden Blumen träumen. Wie ein Schatz (franz. Trésor) verbirgt der Duft daher viele besondere Gerüche, offenbart stets Neues und bleibt immer ein wenig mysteriös und unergründlich.

Wenn man in der Kopfnote in der ersten Viertelstunde noch altbekannte Gerüche wie Rose und Aprikosenblüte wahrnimmt, sommerlich leicht und zart, so wandelt sich das Altbekannte ein klein wenig, wenn die süßliche Herznote mit Flieder, Iris und Maiglöckchen für mehr als eine Stunde ihren Duft offenbart. Zuletzt kommt die orientalische Basisnote mit ihrer „Schwere“ und Fremdartigkeit durch. Ein Hauch von Vanille verbindet sich mit dem eher herben Sandelholz und einem der wertvollsten Düfte:  Amber. Jener seit der Antike bekannte Duft, der für Sinnlichkeit und Exklusivität steht. Amber ist übrigens auch die frühere Bezeichnung für Bernstein und ein bisschen muss man auch an Bernstein denken wenn man die schimmernde Flüssigkeit sieht, die zwischen orange und braun changiert.

Laut Lancôme soll man den Duft von ca. 2cm Entfernung auf die Haut aufsprühen und dabei warme Körperstellen, wie das Handgelenk oder das Ohrläppchen, bevorzugen. Der Duft hält wirklich lange und auch am Ende eines langen Tages kann man die Basisnote noch deutlich riechen.

Mir persönlich gefällt die Mischung aus blumigen und orientalischen Duftnoten sehr gut, ich kenne aber viele jüngere Frauen in meinem Alter (20-30), die den Duft altbacken finden und dabei an ihre Großmutter erinnert werden. Auch ich musste bei dem Duft an meine Großmutter denken, was vermutlich an den Veilchen und vor allem am Amber liegt. Gerade Amber wird heute nur noch selten in Parfums verwendet, da es sehr hochpreisig ist und somit meist nur in den Klassikern (die wiederum die älteren Damen favorisieren) anzutreffen ist. Da ich mich aber gerne an meine Großmutter und ihren Duft erinnere und da ich im Herzen auch schon eine alte Dame (mit Bobschnitt und Chanel-Kostüm) bin, ist der Duft ganz nach meinem Geschmack 🙂

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Fazit

Zunächst einmal möchte ich sagen, dass ich positiv von der Versandparfümerie Flaconi überrascht bin. Eigentlich bin ich ja ein rigoroser Verfechter kleiner Parfümerien mit persönlicher Ansprache und guter Beratung. Da ich aber immer öfter feststellen muss, dass ich leider auch in Fachgeschäften nicht nach meinen Wünschen beraten werde, spielt der Preis für mich doch letztendlich immer mehr die ausschlaggebende Rolle.

Flaconi selber hat mich mit der Verpackung, die wirklich liebevoll und exklusiv ist, sehr überzeugt. Auch die schnelle Lieferzeit, die große Produktauswahl und das Preis-Leistungs-Verhältnis konnten mich durchweg überzeugen. Für den 100 ml Flacons Trésor zahlt man hier nur 91,90 Euro und erhält gratis eine Bodylotion (50 ml) dazu. Ich war noch in einigen anderen großen Parfümerien und habe Preise zwischen 100-110 Euro gefunden. Trésor ist ein Eau de Parfume und gehört somit zu der zweit niedrigsten Verdünnungsklasse (EdP 10-14%). Für diese Qualität ist der Preis meiner Meinung nach angemessen, zumal auch die Beigabe von Amber ihr übriges tut.

Der Flacon und die Verpackung des Parfums sind hochwertig und wirklich klassisch. Der Duft hält lange an und muss nur in sehr geringen Mengen aufgetragen werden. Die einzelnen Duftnoten kann man deutlich herausriechen.

Die Beschreibung des Duftes als blumig-orientalisch trifft wunderbar zu. Auch finde ich, dass der Duft sehr weiblich und elegant ist, was auch durch die Werbegesichter (Isabella Rosselini, Juliette Binoche, Ines Sastre, Kate Winslet) unterstützt wird, denn diese verkörpern in meinen Augen eine klassische und sinnliche Frau (fernab jeglichen Mainstreams und Magerwahns).

Der Duft ist sicher nicht etwas für jede Frau, vor allem für die jüngeren nicht und man sollte die Beschenkte und ihre Duftvorlieben sehr gut kennen, bevor man diesen Duft verschenkt. Mir persönlich gefällt der Duft sehr und ich freue mich, ihn noch lange nutzen zu können.

Zusammenfassung
Kopfnote [Rosenblätter, Aprikosenblüten, Pfirsichblüten] Herznote [Maiglöckchen, Vanille, Heliotrop, Iris] Basisnote [Sandelholz, Moschus]

Duftnote: blumig-orientalisch         Duftintensität: frisch-intensiv

Preise bei Flaconi

30 ml 36,55

50 ml (inklusive Bodylotion 50ml) 64,90

100 ml  (inklusive Bodylotion 50ml)  91,90

Was ist euer absoluter Lieblingsduft? Blumig, sportlich, fruchtig oder klassisch?