Innovativer Kaffeegenuss aus dem Norden?!- Die Leysieffer Kapselmaschine mit Milchschaumfunktion

Ihr Lieben,

momentan sind auf meinem Blog (ungeplant) hanseatische Wochen, denn ich habe nicht nur in den letzten Wochen schöne Produkte von kleinen und großen Hamburger Unternehmen wie beispielsweise Corinna Stieren bekommen, sondern ich habe auch immer besondere Freude euch Dinge zu präsentieren, die aus meiner Wahlheimat kommen und vor allem Tradition haben.

Mit der heutigen Firma Leysieffer* verbinde ich so einige Kindheits- und Jugenderinnerungen, die ich euch natürlich nicht vorenthalten möchte. Wie ihr vielleicht wisst bin ich eigentlich nur 1/3 Nordlicht, da ich im schönen Ruhrgebiet aufgewachsen bin, meine Familie mütterlicherseits aber einer alten Sylter Familie angehört, mein Vater wiederum Wiener ist. Schon als Kinder sind wir früh in Berührung mit Leysieffer gekommen, denn meine Mutter hat es zum Shoppen des öfteren nach Düsseldorf gezogen, wo man seit jeher ein wenig „Noblesse“ auf der Kö genießen konnte und von wo sie als kleines Mitbringsel und lukullische Freude immer einen weißen Plastikeimer mit feinster Sylter Roter Grütze nach Hause brachte. Schnell war die Rote Grütze mit Sahne verschlungen, der Eimer ausgespült und dann hieß es für meine Schwester und mich im Sand buddeln was das Zeug hält und so gab es schon früh zwischen Leysieffer und mir eine enge und vor allem langwierige Bindung.

Als ich selber ins Shoppingalter gekommen war, sind meine Mutter und ich oft zusammen auf der bei Leysieffer Kaffee trinken gewesen und in den Jahren nachdem meine Mutter wieder auf die Insel gezogen ist, war ein Besuch im „Odin“, jenem sagenumwobenen kleinen Leysieffer auf der Whiskeymeile in Kampen obligatorisch. Im Sommer genießen mein Mann und ich gerne mal eine riesige wenn auch nicht ganz günstige Kugel feinstes Leysieffer Eis auf der Friedrichstraße, denn dem Duft der selbstgebackenen Mandelwaffeln, der einem schon von weitem entgegenschwebt, kann man als Sylturlauber einfach nicht widerstehen.

Bislang war ich eigentlich stets unserer zur Hochzeit erhaltenen Kaffeemaschine treu, aber als Leysieffer dann auch ins Kapselgeschäft eingestiegen ist, war ich zugegeben wirklich neugierig und habe mich riesig gefreut, dass ausgerechnet ich diese mit dem PLUS X Award ausgezeichnete Kapselmaschine testen darf. Leysieffer zeichnet sich durch seine seit 1909 gewahrte Familientradition aus und hat seinen Firmensitz in der Gründungsstadt Osnabrück. Mittlerweile ist das Traditionsunternehmen mit dem wunderschön nostalgischen schwarz-roten Logo in allen größeren Städten wie Hamburg, Berlin, Düsseldorf und eben auch seit 1985 auf Sylt vertreten.

Die Kaffeemaschine

Bislang war Leysieffer in meinen Augen eher bekannt für leckere Torten, selbstgemachte Pralinen und allerlei Schokoladiges, aber seit einer Weile kann man sich auch etwas Kaffeehausgenuss in die eigene Wohnung holen mit der Leysieffer Kaffee Premium Kapselmaschine mit Milchschaumsystem. Als ich den Karton geöffnet habe, strahlte mir die weißglänzende eckige und recht kompakte Maschine entgegen und ich habe mich beim Aufbauen erstmal gefragt, wie und wo dort Milchschaum produziert werden soll. Die Maschine ist wirklich schnell und leicht aufzubauen: man muss die Sicherheitsaufkleber entfernen, den Wassertank einmal gründlich ausspülen, den Stecker reinstecken und schon kann es losgehen, aber halt: Wo kommt denn jetzt die Milch rein?

Im Gegensatz zu meiner vorigen Maschine gibt es nämlich keinen separaten Milchaufschäumer, sondern das System funktioniert über eine Druckwasserdüse, die mit 19 Bar die Milch direkt in der Tasse aufschäumt. Ich gebe ehrlich zu, ohne die Bedienungsanleitung gelesen zu haben wäre ich nie im Leben auf diese Funktion gekommen. Die Maschine hat auf beiden Seiten lediglich zwei Knöpfe: rechts wählt man die Stärke und Wassermenge für den Kaffee/Espresso (50/100ml) und links kann man zwischen zwei verschiedenen Milchschaumvarianten wählen, sprich Cappuccino oder Milchkaffee/ Latte Macchiato. Um einen Latte Macchiato zuzubereiten füllt man einfach 50-60 Ml Milch in eine Tasse, stellt diese unter die Düse, drückt den entsprechenden Knopf und dann erhitzt ein feiner dampfender Wasserstrahl die Milch und schäumt diese zugleich auf. Anschließend wählt man über die rechten Tasten die Intensität des Kaffees an und schon hat man in nicht einmal einer Minute eine Kaffeespezialität zubereitet.

Innovativ oder althergebracht?

Was mir an der Maschine besonders gefällt ist das schlichte und schnörkellose aber dennoch elegante Design, denn diese Maschine passt wirklich in jede Küche. Wenn man die Bedienungsanleitung einmal gut gelesen hat, ist es wirklich ein leichtes in Kürze einen guten Kaffee zuzubereiten. Da ich eine Laktoseintoleranz habe, andere Familienmitglieder aber nicht, ist es auch toll, dass die Maschine nie in Kontakt mit der Milch kommt, da diese sich immer in der jeweiligen Tasse befindet. Somit fällt auch keine zusätzliche Reinigung wie bei externen Milchbehältern an. Die Idee die Milch durch Druckwasser aufzuschäumen gefällt mit prinzipiell gut, aber leider verwässert das Wasser den Kaffee natürlich ein wenig. Zudem wurde meine Milch nur bei zweimaligem Schäumen wirklich heiß, beim ersten Mal ist sie eher lauwarm, was einige sicher mögen, mir aber zu kalt ist. Wenn man heiße Milch möchte, sollte man diese schon vorher aus dem Kühlschrank nehmen, was aber natürlich die Spontaneität beeinflusst. Der Espresso und der Kaffee schmecken wirklich vollmundig und sind schnell zubereitet. Schön und praktisch ist auch der verstellbare Tassentand, so dass man problemlos verschieden große Tassen und Gläser verwenden kann.

Die Kapseln gibt es nur bei Leysieffer im Laden oder im Onlineshop und man kann auch nur die Originalkapseln verwenden, was ich recht schade finde, da ich mit meiner Nespresso mittlerweile auch andere Kapseln verwenden könnte. Aktuell kann man zwischen 6 verschiedenen Kaffee- und Espressovarianten (48 Kapseln/14 Euro) wählen, wobei mir der Ristretto am besten schmeckt.

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Alles in allem finde ich die Maschine schon innovativ und der Kaffee schmeckt mir auch wirklich gut, aber die Milschaumfunktion konnte mich leider nicht vollends überzeugen, da ich von meinem externen Milschschäumer einfach bessere Ergebnisse gewohnt bin. Für 199 Euro liegt die Maschine im normalen Segment für Kapselmaschinen und wenn noch ein wenig an der Milchschaumfunktion gefeilt wird, glaube ich auch, dass diese stylische und zeitlose Maschine wirklich eine Alternative zu herkömlichen Kapselmaschinen darstellt.

Wenn ihr gerne sehen wollt, wie die Maschine läuft, schaut doch einfach auf meinem Instagram Channel vorbei.

* Ich habe die Kapselmaschine von leysieffer im Rahmen den Supper Blogger Challenge kostenlos zu Verfügung gestellt bekommen. Dies beeinflusst meine kritische Meinung aber keineswegs.

Alles Liebe,

eure Nostalgiaqueen

Wie bereitet ihr am Liebsten euren Kaffee zu? Kennt ihr die Firma Leysieffer?

Sonne, Strand und Seeligkeit – Low-Budget-Ferien auf Sylt

Moin moin ihr Lieben,

mehr als eine Woche war es nun ruhig auf meinem Blog, denn nach einer spannenden Zeit in Berlin ging es für mich, meinen Mann und meine Schwester mit Partner nach Sylt, zu unserer Mutter.

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Seit ich denken kann ist Sylt unser Sommer- und Winterziel, zumal unsere ganze Familie dort lebt. In den letzten Jahren beobachten wir aber alle mit Sorge, wie sich die Insel durch den Tourismus verändert und nicht so sehr zum Positiven. Als wir dann wieder daheim waren, kam passenderweise die WDR Reportage: Sylt  – Ausverkauf einer Insel, die genau jene schwierigen Themen aufgriff: der mangelnde Wohnraum für Sylter, die zunehmende Verarmung der Insulaner, der Leerstand vieler Häuser aufgrund der Zweitwohnbesitzer, das harte Los der Sylter Kaufleute und auch die Dekadenz, welche die Urlauber teilweise an den Tag legen, als wäre dies aufgrund ihrer enormen Ausgaben „ihre Insel“. Schon lange ärgern wir uns über diese Umstände und so war dieser Sylturlaub ein Aufenthalt, bei dem wir ausschließlich die urtümlichen Dinge genossen haben, den Strand, das Meer, die Sonne und nur ein Minimum an Luxus: kein Shopping in Westerland, kein Besuch in Kampen, kein überteuertes Essen in Luxusrestaurants, sondern Radfahren, Spazieren, Kultur und Familie. Nach diesen kritischen und nachdenklichen Worten will ich euch einen kleinen Einblick in „mein Sylt“ geben und die Insel von ihrer schönen und erschwinglichen Seite zeigen.

Was kostet die Welt (auf Sylt)? –  Gar nicht so viel!

Wer auf Sylt ist, der sollte es nicht verpassen, sich ein Rad zu leihen (ab 5 Euro pro Tag), oder sein eigenes Rad mitzubringen, um die Insel und ihre Schönheit zu erkunden. Meine allerliebste Strecke führt mich von Westerland über Wenningstedt und Kampen durch die Dünen nach List. Die nördlichste aller deutschen Städte hat sich in den letzten 15 Jahren zu einem wahren Magneten für Touristen entwickelt und erinnert so gar nicht mehr an das List, das ich als Kind kannte, mit einer kleinen Fischbude und einem winzigen Souvenirladen. Dennoch ist List immer wieder einen Besuch wert, auch wenn mich die Läden allesamt nicht anziehen, so spaziere ich gerne unten am Watt an der Promenade, oder setze mich mit einem Kaffee an den Hafen und schaue mir die Schiffe an.

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Auf dem Rückweg hatte ich dann einen richtigen Jieper auf Eis, aber leider gibt es auf Sylt meines Erachtens keine tolle Eisdiele, die nicht überteuertes Eis verkauft – so dachte ich – bis ich auf der rechten Straßenseite in List das Schild der Sylter Eismanufaktur sah. Kurz den Mann überredet, dass Eis jetzt dringend notwendig sei, ging es in dieses wirklich zauberhafte Eiskaffee. In pastelligen Tönen, mit weißen Möbeln und liebevollen Accessoires, empfängt einen die Eismanufaktur mit (für Sylt) humanen Preisen (1,30 pro Kugel), super großen Kugeln und traumhaften Eiskreationen. Es gibt „nur“ ca. 11 Sorten, aber diese sind wirklich exklusiv und könnten leckerer nicht sein. Da die Kugeln wirklich groß sind, habe ich mich für 2 Sorten entschieden: Gesalzenes Caramel und Buttermilch Maracuja, ein Traum. Wer lieber drinnen oder auf der Terrasse einen Kaffee oder Kakao trinken möchte, der kommt für schlappe 2,50 Euro auch auf seine Kosten. Ein wahrer Geheimtipp für alle Schleckermäulchen.

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Von List ging es wieder über Kampen zurück nach Wenningstedt, wo der Fischgigant Gosch jetzt ein weiteres Restaurant direkt auf der Promenade gebaut hat. Man kann über Gosch sicher sagen was man möchte und ich bin auch kein Freund seiner Monopolwirtschaft, aber der Fisch, die Brötchen und die Gerichte sind qualitativ gut und für den Preis wirklich ansprechend und so haben wir uns bei einem traumhaften Blick aufs Meer ein Lachsforellen-Brötchen mit Honig-Senf Soße gegönnt (zwischen 3 und 3,50 Euro je nach Lage der Fischbude).

2014-07-20 15.36.33Mit einem Zwischenstopp in der Friesenkappelle in Wenningstedt, die immer wieder einen Besuch wert ist, als Ort der Ruhe und der Besinnung, ging es weiter am Dorfteich entlang in Richtung Westerland. Auch hier kann man für wenig Geld eine schöne Zeit verbringen. Wenn der Volvo Surfcup ist, gibt es gleich an mehreren Abenden Programm, so zum Beispiel der hervorragende Poetry Slam, für den die jungen Poeten extra aus dem Ruhrgebiet, der Pfalz und Mitteldeutschland angereist sind. Vollkommen gratis erlebt man hier humorvolle, moderne, aber auch nachdenkliche, kritische und mitreißende Gedichtkunst und dank der Boxen die überall auf der Promenade angebracht sind, wir man am Strand beim Sonnenuntergangspicknick noch kostenlos unterhalten und kann mitschmunzeln.

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So geht ein wunderbarer und kostengünstiger Tag auf Sylt dem Ende entgegen: fernab von Prunk und Protz kann man hier seine Ruhe finden, sich aktiv betätigen, sich besinnen und die Zeit mit Freunden und Familie genießen.

Romero Britto – Ein Highlight in Westerland

Schon im letztem Jahr hatte ich euch über den Besuch des Pop-Art Künstlers Romero Britto berichtet, der ganz wunderbare Kunstwerke malt und trotz seines Erfolges und als derzeit gehandelter Nachfolger Warhols, vollkommen unprätentiös und nett ist. Auch dieses Jahr kam Britto wieder auf die Insel um in der Galerie Mensing seine Bilder vorzustellen und die Ausstelung zu eröffnen. Bei Live-Jazz und eigekühlten Drinks hatte ich die große Freude, kurz mit Romero zu sprechen und dann kam mein persönliches Highlight, denn als wir ein Bild mit ihm gemacht hatten sagte er: „Wait a moment, I wanna draw you“ und so erhielten mein Mann und ich kostenfrei ein Portait von uns beiden, dass wir neben das letztes Jahr gekaufte Romero Bild hängen werden. Was ein Tag!

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Alles Liebe,

eure Nostalgiqueen

Was ist eure Lieblingsinsel? Wie steht ihr zum Ausverkauf der Insel Sylt?