A very British Easter recipe – Hot Cross Buns

Ihr Lieben,

zunächst einmal möchte ich euch allen Frohe Ostern wünschen und hoffe, dass ihr ein schönes Osterwochenende im Kreise eurer Lieben verbringt. Obgleich Ostern der höchste christliche Feiertag ist, habe ich das Gefühl, dass dieses Fest des Lichts immer mehr zu einem zweiten kommerziellen Weihnachten wird: die Supermärkte sind voll von Schokohasen, es gibt Osterrabatte in den Läden, in diversen Online-Shops werden Osterspecials promotet und der eigentliche Gedanke des Osterfestes, der Sieg des Lebens über den Tod, ist weit hinter Osterhase und Co. gerückt.

Bei uns in der Familie wird Ostern traditionell gemeinsam mit gefärbten Eiern, einem guten Essen und vor allem Familienzeit verbracht.  Zudem leutet für mich der Ostersonntag auch das Ende der Fastenzeit ein, wobei ich sagen muss, dass mir der Verzicht auf Zucker und Alkohol dieses Jahr erstaunlich leicht gefallen ist und ich wahrscheinlich noch ein wenig weiter darauf verzichten werde, aber nicht mehr so streng wie in den letzten 7 Wochen.

Um meine Liebe zu England und das wichtigste christliche Fest zu verbinden, habe ich heute in aller Frühe ein typisches englisches Ostergebäck Hot Cross Buns gebacken und möchte diese köstliche Spezialität von der Insel gerne mit euch teilen. Den Namen haben die kleinen Hefeteilchen von ihrem Mehlkreuz, das natürlich an die Kreuzigung Jesu am Karfreitag erinnerte. Gewürzt werden die Buns mit Zimt, Nelken und Muskat, traditionelle Gewürze, die zur Zeit Jesu zum Einbalsamieren genutzt wurden. Zudem werden die Buns mit Rosinen und gelegentlich auch Zitronat/Orangeat versehen und sind mittlerweile (leider) nahezu das ganze Jahr in England erhältlich.

 

Zutaten

500 g Mehl
75 g Zucker
1 Ei
280 g Milch
40 g Margarine
11 g Trockenhefe
10 g Salz
200 g Sultaninen
25 g Zitronat
25 g Orangeat
1,5 TL Zimt
1/2 TL Nelken
1/2 TL getrockneter Ingwer
eine Messerspitze gemahlener Muskat
1 Päckchen Zitronenabrieb
etwas Sonnenblumenöl
Agavendicksaft (alternativ Golden Syrup)
35 g Mehl
50 ml Wasser
Zubereitung

Zubereitung

Zunächst das Mehl mit den Gewürzen, dem Zitronenabrieb und dem Zucker in einer großen Schüssel vermengen. Anschließend die Trockenhefe und das Salz hinzugeben und in der Mitte eine Mulde formen.

Die Butter und die Milch in separaten Töpfen erwärmen, bzw. zum Schmelzen bringen, und die flüssige Butter sowie die Hälfte der Milch zum Mehlgemisch geben und vorsichtig mit den Händen unterheben. Nun das Ei hinzugeben, weiter mit den Händen alles vermengen und nach und nach die restliche Milch hinzugeben.

IMG_0872Den Teig in den Thermomix geben – oder auf eine bemehlte Arbeitsfläche -, die Sultaninen und das Orangeat und Zitronat hinzugeben und ca. 8 Minuten im Getreidegang kneten lassen, bis ein schöner geschmeidiger Teig entsteht. Den fertigen Teig nun in eine mit Fett ausgestrichene Schüssel geben, mit einem Küchentuch abdecken und ca. 1,5 Stunden an einem warmen Ort gehen lassen.

Wenn der Teig schön aufgegangen ist, wird dieser auf eine bemehlte Arbeitsfläche gegeben und mit den Händen noch einmal kurz durchgeknetet. Dann formt man eine ca. 8 cm dicke Rolle und kann fingerbreite Scheiben abschneiden, die zu kleinen Kugeln geformt werden. Zwei Backbleche mit Packpapier auslegen und die Kugeln auf dem Backpapier leicht flach andrücken. Mit einem Küchentuch abgedeckt oder bei 50 Grad im Ofen noch einmal 45 Minuten gehen lassen.

In der Zwischenzeit kann der Ofen auf 220 Grad vorgeheizt werden. Für das Kreuz müssen 50 ml Wasser mit ca. 35 g Mehl glatt gerührt werden. Wenn der Ofen heiß ist und die Buns noch einmal an Größe gewonnen haben, kann man mit einem Löffel vorsichtig ein Kreuz mit der Mehlmischung auf die Buns zeichnen. Wer Probleme mit dem Löffel hat kann natürlich auch einen Spritzbeutel nehmen. Die Buns werden bei 220 Grad ca. 15 Minuten gebacken, bis sie schön golden sind.

Die Buns aus dem Ofen nehmen und mit leicht erwärmtem Agavendicksaft einstreichen, so dass sie einen schönen Glanz bekommen.  Traditionell ist man die Buns einfach mit ein wenig Butter, besonders lauwarm wirklich ein Genuss. Wem die Gewürze aber noch nicht reichen, der kann natürlich auch eine Lemon Card dazu servieren.

 

Happy Easter,

 

eure Nostalgiaqueen

 

 

Was backt ihr traditionell zu Ostern? Wie feiert ihr Ostern?

Wenn erwachsene Frauen zu Kindern werden – Klön un Kieken zu Besuch bei Build-A-Bear

Ihr Lieben,

nach meinem Bericht über das Pyjama Park Hotel&Hostel möchte ich euch heute unsere zweite Station auf dem Bloggertreff Klön und Kieken vorstellen: Build-A-Bear-Workshop®. Wie ich euch bereits im Eventpost berichtet hatte, war ich anfangs skeptisch was das Konzept betraf, da ich dachte, das wäre vollkommen amerikanisierte Unterhaltung für überdrehte Kinder, die schon alles haben, aber da wurde ich wirklich von besserem überzeugt.

Das Konzept

Die Idee hinter dem Build-A-Bear-Workshop® ist, dass jedes Kind sich sein eigenes und vor allem ganz individuelles Kuscheltier erstellen kann und dieses dann in einer liebevollen Zeremonie gefüllt und angekleidet wird, ein kleines pochendes Herzchen einpflanzt bekommt und am Ende in einer kleinen Kartonwohnung mit samt Geburtsurkunde mit nach Hause genommen wird.

Zur Zeit gibt es in Deutschland 18 Filialen, die hauptsächlich in großen Einkaufszentren wie dem CentrO in Oberhausen oder aber auch im AEZ sind, in dem wir unsere kleinen Freunden gestalten durften.

IMG_0144.JPGMan kann spontan in die Läden kommen, sich ein Kuscheltier aussuchen und dann gemeinsam mit den wirklich unglaublich freundlichen und lustigen MitarbeiterInnen das Tier befüllen, bekleiden und fertigstellen. Wem der alleinige Besuch nicht genug Action bedeutet, der kann für seine Kinder und ihre Freunde auch eine bärenstarke Party feiern und genau das ist der Anlass, warum aus erwachsenen Frauen  buchstäblich wieder Kinder geworden sind, denn genau diese Party haben wir gefeiert, mit allem drum und dran: singen, rennen, klatschen, knuddeln und viel Gelächter.

Die Party

Wer sich entschieden hat, eine ganz besondere Geburtstagsparty mit einigen Kindern zu feiern, der kann die Kuscheltiere für die einzelnen Kinder bereits ab 14,99 pro Gast gestalten, zum Beispiel diesen süßen Teddy, den ich ausgewählt habe. Die verschiedenen Tiere haben natürlich je nach Gestaltung, Größe und Zugehörigkeit verschiedenen Preise und die Kleidung und die pochenden Herzen oder Kleidung muss man noch extra hinzukaufen.

Wie bei jeder guten Party gibt es natürlich auch kleine Namensschilder und eine Kennenlernrunde und dann folgt eine nette und wirklich informative Erklärung, damit der weitere Ablauf der Feier für alle transparent war. Was dann folgte war ein regelrechtes Sportprogramm: erst wurde der ganze Laden von uns auf links gedreht, denn wir mussten ja erstmal das perfekte Kuscheltier für uns finden und dafür mussten ja mindestes alle Tiere einmal angefasst, testbekuschelt und begutachtet werden.

IMG_0363.JPGNachdem wir dann alle unsere leider noch ganz leeren Kuscheltiere ausgesucht hatten, hieß es nun: Wer darf das Tier zuerst befüllen? Aber nein, es wurde sich nicht einfach brav in einer Reihe angestellt, sondern wir mussten uns die Füllung hart erkämpfen, indem wir als Pinguine durch den laden hüpfend vor Haien geflüchtet sind, in kürzester Zeit verschiedenfarbige Teile nach vorne bringen mussten, die versteckten Tiere suchen mussten und dann am Ende alle endlich vollkommen echauffiert aber glücklich mit unseren nun prall gefüllten kuscheligen Freunden wieder auf den Kissen am Boden Platz nehmen durften.

Nun kamen die nächsten wichtigen Schritte, denn unsere kleinen Kumpel bekamen nun ein pochenden rotes Herz und ein kleines kariertes Stoffherz eingepflanzt und wir haben ihnen sowohl gute Eigenschaften durch verschiedene Rituale (ins Ohr flüstern für gute Zuhörer, Knuddeln für ganz viel Liebe, über den Kopf streichen für Intelligenz) verliehen, als ihnen auch durch ein Lied treue und Fürsorge versprochen. Da klingt jetzt vielleicht alles recht merkwürdig, die Vorstellung, dass 6 erwachsene Frauen munter mit Kuscheltieren über dem Kopf oder in den Armen durch den Laden hüpfen, aber nach einigen irritierten Blicken von groß und klein hatten wir durch die liebevolle und überhaupt nicht alberne Anleitung von unserem netten Gastgeber direkt vergessen, dass wir uns gerade wie große Kinder benahmen.

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Als letzter Schritt bekamen unsere ganz unterschiedlich gestalteten Tiere noch von uns schöne Kleidung angezogen und auch hier sind der Phantasie keine Grenzen gesetzte: vom Polizeikostüm über die Eiskönigin bis hin zu dem coolen schottischen Schlafanzug, den mein Bär bekommen hat, ist für alle etwas dabei. Damit die Tiere auch ein standesgemäßes Familienmitglied werden, wurden schnell zuletzt noch Geburtsurkunden gedruckt und dann durften unsere Kuscheltiere in praktischen Kartons mit in ihre neuen Zuhause.

Ich kann den Build-A-Bear-Workshop wirklich besten Gewissens und mit den bärigsten Wünschen weiterempfehlen, denn wir hatten einen tollen Tag und konnten uns am Ende über unsere ganz individuellen und liebevoll gestalteten Kuscheltiere freuen.

Alles Liebe,

eure Nostalgiaqueen

Kanntet ihr bereits Build-A-Bear? Was haltet ihr von der Idee eines individuellen Kuscheltieres?

Ein klassisches Sommerdessert als Cupcake – Strawberry and Cream Cupcakes

Ihr Lieben,

es ist Wochenende und damit Backzeit. Da wir heute zu Kaffee und Kuchen eingeladen sind und ich versprochen habe einen Kuchen mitzubringen, lohnt es sich endlich mal wieder Cupcakes backen. Bei Sonnenschein in der Küche hatte ich wirklich Lust auf eine sommerliche Variante meines absoluten Lieblingssommerdesserts: Erdbeeren mit frisch geschlagener Sahne.

Aber woher bekommt man im Frühling Erdbeeren? Recht habt ihr, importierte hellrote Erdbeeren zu überteuerten Preisen kaufen, oder gar TK-Erdbeeren? Nein! Wie ihr wisst, bin ich eine große Befürworterin regionaler und vor allem saisonaler Produkte und so kommen frische Erdbeeren im April nicht für mich in Frage. TK Erdbeeren gingen natürlich, finde ich aber zu wässrig und daher greife ich auf selbstgemachte Erdbeermarmelade zurück. Im letzten Sommer habe ich reichlich Erdbeeren gepflückt und mit Chili und braunem Gelierzucker zu einer herrlich fruchtigen Marmelade eingekocht, die jetzt den Erdbeergeschmack in die Cupcakes zaubert (Wer das Rezept für die Marmelade haben möchte kann es hier nachlesen).

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Um den klassischen Nachtisch auch vollständig in einen Cupcake umzuwandeln, bekommen die kleinen Küchlein eine Haube aus feinster geschlagener Sahne. Hier nun das Rezept:

Zutaten für 12 Cupcakes

110 g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
110 g Margarine oder Butter
2 Eier
110 g Mehl
1/2 TL Backpulver
1/2 EL Wodka
1 gestrichener EL Erdbeermarmelade für den Teig
1-2 EL Marmelade für die Cupcakes
12 halbe kandierte Kirschen
1 Muffinbackblech und 12 Muffinförmchen

200 g Sahne
2 Päckchen Sahnesteif
1 Päckchen Vanillezucker

Zubereitung

Den Ofen auf 180 Grad Ober- und Unterhitze (160 Grad Umluft) vorheizen.

Mit einem Handrührgerät die Margarine und den Zucker (inklusive Vanillezucker) schaumig aufschlagen. Nach und nach die 2 Eier hinzugeben und alles zu einer cremigen Masse verrühren.

Das Mehl und das Backpulver vermischen und durch ein Sieb streichen. Die Mehl-Backpulver-Mischung in kleinen Portionen zu der Margarine-Eier-Mischung geben und mit dem Handrührgerät gut unterbreiten.

IMG_7355Zuletzt einen gestrichenen EL Erdbeermarmelade hinzugeben und einen halben EL Wodka (für die Fluffigkeit) untermischen.

Eine Muffinbackform mit kleinen Papierförmchen auslegen (besonders schön sind rot-weiß getupfte oder solche mit kleinen Erdbeeren drauf) und je einen gut gehäuften Esslöffel Teig hineingeben. Bei jedem Muffinförmchen anschließend eine walnussgroße Menge Erdbeermarmelade draufgeben und mit der Rückseite des Löffels leicht in den Teig drücken.

Die Cupcakes bei 180 Grad auf der zweiten Schiene von unten ca. 15-20 Minuten backen.

In der Zwischenzeit die Sahne mit dem Vanillezucker vermengen, kurz mit dem Handrührgerät anschlagen und dann nacheinander die beiden Päckchen Sahnesteif hinzugeben und bei höchster Stufe steif schlagen. Die Sahne abgedeckt in den Kühlschrank stellen, bis die Cupcakes fertig sind.

Wenn die Cupcakes fertig gebacken sind, müssen sie unbedingt vollständig auskühlen, da die Sahne auch bei der kleinsten Wärme einfach schmilzt. Die erkalteten Cupcakes mit der Sahne dekorieren. Ich verwende dafür Einwegspritzbeutel und eine Tülle von Wilton.
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Don´t forget the cherry on top! Als kleiner Hingucker wird die Sahne noch mit einer halben kandierten Kirsche getoppt, aber auch pur sehen die Strawberry and Cream Cupcakes einfach himmlisch aus.

Enjoy your cake,

eure Nostalgiaqueen

Habt ihr ein Lieblingssommerdessert? Wenn ja, welches?

 

 

Mein Transporttipp

IMG_7354P.S. Für den Transport gibt es übrigens tolle Boxen bei Poundland in England, für nur 1 Pfund! Also schaut mal bei eurem nächsten Englandbesuch in diesem Schnäppchenparadies vorbei.

 

Eine neue Weihnachtstradition – Delicious Christmas Pudding

Ihr Lieben,

gerade erst ist das neue Jahr angebrochen und somit will ich endlich meinen ersten Post in 2015 für euch schreiben. Ich wollte schon in den letzten Tagen etwas veröffentlichen, aber nach den furchtbaren Ereignissen der letzten Wochen in Paris konnte ich mich nicht wirklich durchringen etwas zu schreiben, da mir das Bloggen auf einmal so sinnlos erschien, im Vergleich zu dem unglaublichen Mut, den die Karikaturisten mit ihrer Arbeit gezeigt haben und immer noch zeigen, wofür ich sie aufrichtig bewundere!

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Heute war dann der erste Tag, an dem ich wieder ein wenig Lust verspürte euch an meiner Schreiberei teilhaben zu lassen und da noch immer ein Rezept von mir in der Schublade schlummerte, habe ich mich entschieden, dieses endlich heute online zu stellen. Ja, es ist ein Weihnachtsrezept und obwohl ich den Pudding schon wie auch  traditionell in England mehrere Wochen vor Weihnachten hergestellt habe, kann ich das Rezept jetzt erst bloggen, denn die Verkostung fand natürlich erst Weihnachten statt und erst dann konnten wir feststellen, wie herrlich diese englischste aller Weihnachtsspeisen ist: süß, schwipsig und überhaupt nicht dröge: very good indeed.

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Nach dem großen Erfolg, den der Christmas Pudding dieses Jahr Weihnachten bei uns gefeiert hat, haben wir ihn zur Weihnachtstradition erklärt und so wird es ihn nun jedes Jahr geben. Hach, ich liebe einfach Traditionen!

Auf Instagram und Facebook kamen so viele positive Rückmeldungen und Nachfragen, dass ich nun hier endlich mein Rezept veröffentliche:

Zutaten

125 g Rosinen
25 g getrocknete Kirsche
50 g getrocknete Pflaumen
50 g getrocknete Datteln
50 g Orangeat und Zitronat ( je 25g)
25 g getrocknete Feigen
50 ml Whiskey (alternativ geht auch Brandy)
50 g gemahlene Mandeln
1 mittelgroßer leicht säuerlicher Apfel
Saft einer halben Biozitrone + Abrieb der Schale
3 Esslöffel Lyle´s Golden Syrup
5 blanchierte Mandeln
2 große Eier
125 g Mehl
1/4 Teelöffel Zimt
100 g Butter gekühlt und in Würfeln
90 g Rohrzucker

Eine Puddingform oder alternativ eine mittelgroße Keramikschüssel, Backpapier, Bindschnur

Zum Servieren

200 g Sahne
1 Teelöffel Whiskey
1 Päckchen Vanillezucker

Zubereitung

Zunächst müssen die Trockenfrüchte kleingehackt werden. Dazu bitte die Datteln entkernen und dann alle Trockenfrüchte kleinhacken, so dass sie ungefähr die Größe des Orangeats haben. Einen mittelgroßen Topf auf den Herd stellen, den Whiskey und die zerkleinerten Trockenfrüchte und das Orangeat und Zitronat hineingeben und alles 4 Minuten köcheln lassen und ständig umrühren, damit nichts anbrennt. Die Mischung nun vom Herd nehmen und mit einem Deckel abdecken und ca. 1 Stunde beiseite stellen, zum Auskühlen.

Den Apfel nun entkernen und mit einer Reibe fein raspeln. Den geraspelten Apfel mit den gemahlenen Mandeln, dem Zitronensaft und dem Zitronenabrieb in eine Schale geben und gut vermischen. Anschließend den Golden Syrup hinzugeben und alles gut vermischen.

In einer weiteren großen Schüssel wird nun die Butter mit den Eiern und dem Mehl sowie dem Zimt verquirlt. Wenn die Trockenfruchtmischung ausreichend ausgekühlt ist, kann sie zu der Eier-Mehl-Mischung gegeben und untergemengt werden. Zuletzt kommt die Apfel-Mandel-Mischung hinzu und alles wird zu einer homogenen Masse verrührt.

Wer keine Christmas Pudding Form hat, kann auch einfach eine mittelgroße (Müslischale) Keramikschüssel nehmen. Die Schüssel wird mit ein wenig Butter eingefettet, damit der Pudding sich später gut löst. In den Boden der Schüssel werden die 5 Mandeln sternförmig gelegt und dann kommt der Teig oben drauf und wird glattgestrichen. Damit keine Blasen entstehen, würde ich mit der Schüssel zwei bis dreimal leicht auf die Arbeitsplatte klopfen.

Jetzt kommt der Verpackungsteil. Dazu benötigt ihr einen Kreis Backpapier, der den gleichen Durchmesser hat wie die Schüssel. Am besten dreht ihr diese also vor dem Befüllen um und zeichnet den Umriss auf das Backpapier. Dieser Kreis kommt direkt auf den Pudding und wird nur leicht angedrückt, so dass das Backpapier bündig mit dem Rand der Schüssel ist. Jetzt nehmt ihr einen großen Kreis Backpapier oder alternativ einen Backpapierabschnitt (fertig vorbereitet zu kaufen) und legt diesen auf die Form oben. Dann ist ein wenig Fingerspitzengefühl oder Hilfe gefragt, denn mithilfe eines dicken Bindfadens müsst ihr nun das Backpapier festbinden, so dass eine Art Haube (wie auch bei Marmeladen mit Servietten/Tüchern) entsteht. Wenn eure Schüssel keinen Rand hat, unter dem ihr das Band befestigen könnt, nehmt einfach ein langes Stück Band und macht eine Art Schleife wie bei einem Geschenk (das Band oben ansetzen, unter der Schüssel kreuzen und dann wieder nach oben binden und verknoten). Wenn ihr oben eine Schlaufe macht, könnt ihr den Pudding auch wieder leichter aus dem Dampfbad holen.

Wenn der Pudding luftdicht verschnürt ist, wird dieser bei mittlerer Temperatur in einem großen Topf mit Wasser dampfgegart. Stellt dazu die Form in einen großen Topf und füllt diesen mit kochendem Wasser, bis 2/3 der Form im Wasser stehen. Jetzt kommt ein Deckel drauf und dann muss der Pudding sage und schreibe 3 Stunden im Dampf garen. Ihr müsst dabei immer wieder kochendes Wasser (am besten aus dem Wasserkocher) nachschütten. Nach 3 Stunden kann der Pudding aus dem Dampfbad geholt werden und abkühlen. Anschließend wird das obere Backpapier entfernt und durch ein frisches ersetzt und wieder verschnürt. Der Pudding wird bis Weihnachten (oder wann ihr diesen essen wollt) in der Form mit dem Backpapier im Kühlschrank aufbewahrt.

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An Weihnachten muss der Pudding dann noch einmal eine Stunde im Wasserbad erhitzt werden. Nach dem Aufwärmen kann das Backpapier dann entfernt werden und der Pudding wird auf einen Teller gestürzt, mit Whiskey oder Brandy übergossen und flambiert. Dazu wird die Whiskeysahne gereicht, wofür ihr einfach nur die Sahne mit dem Vanillezucker steif schlagen und am Ende den Whiskey unterheben müsst. Finished!

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Ich hoffe, der ein der andere versucht dieses köstliche Rezept einmal und holt damit ein wenig englische Weihnachten nach Deutschland. Wer am Ende noch zu viel Pudding überhat, kann daraus wunderbare kleine Christmas Pudding Trüffel machen 🙂

Enjoy!

Eure Nostalgiaqueen

P.S. Was ist bei euch eine typische Weihnachtstradition oder ein typisches Weihnachtsgericht?

Zum 2. Advent – Edle Nussecken mit gesalzenem Karamell und Quittengelée

Ihr Lieben,

die Zeit vergeht wie im Fluge und schon ist der 2. Advent da. Für mich ist die Vorweihnachtszeit immer eine besondere Zeit, aber dieses Jahr umso mehr, da ich vor zwei Wochen die Zusage für meine Wunschstelle in Hamburg bekommen habe und neben dem Weihnachtstrubel mittendrin in Vorbereitungen und Umzugsplänen stecke. Ich freue mich trotz des Stresses aber auch riesig, denn es ist ja nicht irgendeine Stadt, sondern HAMBURG🙂

Um euch trotz der wenigen Posts – die ich momentan schaffe – dennoch ein wenig die Adventszeit zu versüßen, habe ich mir ein Rezept für leckere Nussecken mit salzigem Karamell und herrlichem Quittengelée überlegt. Ich habe zum ersten Mal Nussecken gemacht, da ich eigentlich keine großer Fan dieser riesiegen und oft mächtigen Ecken mit viel gehobelten Nüssen, dickem Mürbeteig und Marmelade bin. Dieses Rezept verfeinert die Nussecken daher ein wenig und sie sind auch relativ flach und klein, so dass das volle Aroma zum Tragen kommt.

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Die Vorstellung Süßes mit Salzigem zu mischen mag einigen komisch vorkommen, aber gerade die Kombination aus herrlichem goldgelben Karamell und feinstem Fleur de Sel ist ein Traum und wird in England in allen möglichen Varianten verkauft: Salted Caramel Cheesecake, Cupcakes, Schokolade, Fudge, Trüffel, und und und. Ich finde, dass gerade dieser Hauch von Meersalz dem Gebäck und dem Karamell das gewisse Etwas gibt und das selbstgemachte Quittengelée mit seiner ganz eigenen Note rundet den Geschmack vollkommen ab, ohne zu aufdringlich zu sein. In einer schönen Tüte verpackt, sind die Nussecken ein wunderbares Mitbringsel zu Weihnachten, aber auch auf dem Plätzchenteller machen sie einiges her.

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Zutaten

Für den Mürbeteig

250 g Butter oder  Margarine
125 g Zucker
355 g Mehl
eine gute Prise Salz
1 Teelöffel Vanila von Pickerd Dekor
1 Glas Quittengelée

Für  den Belag

150 g Edelnussmischung von Aldi (Walnüsse, Mandeln, Haselnüsse, Cashewkerne)
150 g gesalzene Erdnüsse aus der Dose
100 g Mandelblättchen
200 g Zucker
200 g Butter
100 g Schlagsahne
1 gestrichener Teelöffel Fleur de Sel

Für die Schokoecken:

80 g dunkle Kuvertüre
25 g Butter

Zubereitung

Zunächst wird der Mürbeteig zubereitet, da dieser auch eine halbe Stunde im Kühlschrank ruhen muss. Dazu werden die Butter, der Zucker, das Salz und das Vanillepulver mit dem Handrührgerät verquirrlt und anschließend das Mehl hinzugegeben und alles zu einem glatten Teig verarbeitet. Den Teig nun zu einer Kugel rollen und in Klarsichtfolie gewickelt für 30 min in den Kühlschrank geben. Wenn der Teig fertig geruht hat, kann dieser auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech ausgerollt werden. Da Mürbeteig – wie der Name schon sagt –  gerne mal zerreist beim Rollen, habe ich den Teig direkt auf dem Backblech ausgerollt, was wirklich gut geklappt hat. Der Teig wird nun mit einer Gabel mehrfach eingestochen und bei 180 ° Umluft auf der mittleren Schiene ca. 16 Minuten gebacken, bis er schön gleichmäßig goldbraun ist.

Während der Teig im Ofen blindgebacken wird, kann das Gelée geschmolzen werden. Das Quittengelée einfach in einen kleinen Topf geben und bei mittlerer Hitze flüssig werden lassen und dabei gelegentlich umrühren. Wenn der Boden fertig ist, kann dieser sofort mit dem Gelée bestrichen werden und wird dann zur Seite gestellt, bis die Nussmischung fertig ist.

Die verschiedenen Nusssorten (bis auf die Erdnüsse) werden zunächst einmal fein gehackt, aber nicht zu fein, da man kleine Stückchen auch noch schmecken sollte. Die verschiedenen Nüsse können natürlich beliebig ersetzt werden, wobei ich bei Macadamia oder anderen weicheren Nüssen vorsichtig wäre, da sich aufgrund der unterschiedlichen Konsistenz und des variierenden Fettanteils das Ergebnis beim Backen verändern kann.

Die gehackten Nüsse in einer beschichteten Pfanne ohne Fett goldbraun anrösten, damit diese ihr volles Aroma entfalten. In der Zwischenzeit werden auch die gesalzenen Erdnüsse gehackt, diese werden aber nicht angebraten, da sie schon vorher geröstet sind. Die Nüsse nach dem Rösten in eine Schüssel zum Abkühlen geben und die gehackten Erdnüsse ebenfalls untermischen .

Für das Karamell wird nun der Zucker in einer großen beschichteten Pfanne ohne Fett geschmolzen, bis dieser goldbraun ist und sich vollständig aufgelöst hat. Anschließend die Sahne hinzugeben und schnell verrühren, damit keine großen Klumpen entstehen. Zuletzt die Butter hinzugeben und alles zu einer homogenen Masse verrühren und mit dem Fleur de Sel würzen. Die Nüsse in das fertige Karamell geben und alles noch einmal kurz anbräunen und dann schnell auf dem Mürbeteig verteilen und gleichmäßig mit einem Messer oder einer Palette glatt streichen. Die Nussecken nun bei 160° Umluft noch einmal gute 10-12 Minuten auf der mittleren Schiene backen und danach auskühlen lassen.

Die ausgekühlten Nussecken zunächst in kleine Quadrate schneiden uund dann halbieren, damit die typische Dreiecksform ensteht. Zuletzt wird die Kuvertüre mit der Butter geschmolzene und die Nussecken werden mit den Spitzen kurz in die Schokolade getaucht und müssen dann auf einem Backpapier trocknen, bevor man sie auf den Teller oder in die Gebäckdose legen kann.

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Viel Freude beim Nachbacken und einen besinnlichen 2. Advent,

eure Nostalgiaqueen

P.S. Die 2 Gewinner der Miss Étoile Gutscheine aus dem November Gewinnspiel werden am 3. Advent gezogen und veröffentlicht, also nicht verpassen!

Was ist euer Lieblingsgebäck zu Weihnachten?

Die Lady unter den Cupcakes – feine Cointreau-Schokoladen-Cupcakes

Ihr Lieben.

bei dem furchtbaren Wetter heute (hier regnet es unaufhörlich), hat mich mal wieder die Back- und Bloglust gepackt. Wenn es im Sommer regnet, es gar nicht richtig hell werden will und die Laune mit dem Wetter sinkt, bedeutet das für mich ein Tag voller Nostalgieromantik. Mit einer Duftkerze auf dem Sofa, einer englischen Teekanne Earl Grey neben mir, herrlich kitschigen Rosentassen und einem kleinen aber feinen Cointreau Cupcake, schaue ich den ganzen Tag Downton Abbey, Mr. Selfridge und andere wunderbare Englische Serien mit Vintagecharme.

Wenn ich an Cointreau denke, kommen mir unweigerlich fein gekleidete Damen mit langen 20s Kleidern und auffälligen Hüten in den Sinn, die in London in szenigen Bars sitzen und aus einem kleinen Jugendstilglas diesen süßen und zugleich leicht herben Orangenlikör trinken. So kam auch die Idee, diesen Cupcakes als Lady zu bezeichnen.

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In der Kombination mit Schokolade ist Cointreau als Orangenlikör einfach unschlagbar und so kommt hier nun mein neues Rezept:

Zutaten für die Cupcakes:

125 g Butter
150 g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
2 Eier
2 EL Kakaopulver
150 g Mehl
1,5 tl Backpulver
1 Prise Salz
50 g Saure Sahne
2 EL Cointreau
1 Päckchen Orangenabrieb

Für das Frosting:

80 g Doppelrahmfrischkäse
40 g weiche Butter
150 g gesiebter Puderzucker
1 Messerspitze Wilton Lebensmittelpaste Orange

Zubereitung:

Den Backofen auf 180° Umluft vorheizen und ein Muffinblech mit Papierförmchen asulegen.

Die Butter mit dem Zucker und dem Vanillezucker schaumig schlagen und anschließend die Eier hinzugeben und alles zu einem leichten lockeren Gemisch verrühren. Jetzt das Mehl, das Backpulver und den Kakao hinzugeben und mit dem Handrührgerät glatt rühren.

Zuletzt das Salz, den Sauerrahm. den Cointreau und den Orangenabrieb unter den Teig heben, bis eine gleichmäßige Masse entsteht. Den Teig mt einem Esslöffel in die Förmchen geben und bei 180° ca. 18 Minuten auf der mittleren Schiene backen.

Während die Muffins im Ofen sind, kann das Frosting zubereitet werden. Die Butter zunächst auf niedrigster Stufe mit dem Handrühgerät kurz aufschlagen. Anschließend nach und nach bei langsamen Rühren den gesiebten Puderzucker hinzugeben und alles zu einer glatten Masse verarbeiten. Zuletzt den Frischkäse und die Lebesnmittelpaste hinzugeben und alles vorsichtig unterheben. Das Frosting für ca. 20 Minuten in den Kühlschrank stellen, damit es schön fest wird.

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Wenn die Cupcakes fertig sind, können diese mit dem Frosting und ein wenig Deko verziert werden. Ich habe diesmal schöne Ornamente aus Schokolade (0,49 Euro) gewählt, die ich zusammen mit den tollen Spritzdosen (1,99 Euro) bei der holländischen Firma Action gekauft habe, ein Geheimtipp für alle Bäcker und Schnäppchenjäger.

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So, für mich geht es jetzt wieder aufs Sofa, mit einer weiteren Folge „Mr. Selfridge“.

Alles Liebe,

eure Nostalgiaqueen

Was sind eure Liebelingsserien oder Filme an regnerischen Tagen?