Land der Wikinger – Costa Kreuzfahrttest

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Am Donnerstag hat mich fast Odins Blitz getroffen als ich meine Emails abgerufen habe, denn dort war eine email von der Freundin Trend Lounge Redaktion mit dem folgendem Inhalt:

Hallo Sylterin,

Sie haben sich bei unserem Projekt mit Costa Kreuzfahrten beworben und wurden ausgewählt – herzlichen Glückwunsch!

Sie dürfen Ihre gewünschte Reiseroute:

Reiseroute 5: Land der Wikinger – Entdecken Sie mit der Costa Fortuna die Metropolen der Ostsee

ab dem 10.08.2013 mit Ihrer angegebenen Begleitung testen.

Ich konnte es gar nicht fassen und bin auch heute noch immer wie in Trance: Ich darf wirklich eine Kreuzfahrt testen und Samstag geht es schon los: unglaublich.

Da ich euch alle natürlich gerne an dieser tollen Gelegenheit teilhaben lassen möchte, werde ich vor und während der Kreuzfahrt in dieser neuen Kategorie Land der Wikinger – Costa Kreuzfahrttest berichten: mit ganz vielen Bildern, Eindrücken und bestimmt ganz vielen einzigartigen Erlebnissen.

Eine literarische Kreuzfahrt

Da ich ja eine bekennende Literaturfanatikerin bin und vor allem Klassiker und Thriller liebe habe ich mir gedacht es wäre doch interessant meine Liebe zur Literatur mit der Kreuzfahrt und den angefahrenen Städten zu verknüpfen unter dem Motto: Eine literarische Kreuzfahrt! Ich bin also heute auf meinen Bücherboden (ja es sind soo viele, das ich diese mittlerweile auf dem ausgebauten Dachboden lagere, liebevoll nach Themen, Autoren etc. sortiert) gestiegen und habe passende Bücher rausgesucht, von Autoren, auf dessen Spuren ich gerne wandeln möchte.

Stockholm –  auf Wallanders Spuren

Da einer unserer ersten Häfen Stockholm ist und meien absoluter Lieblingskrimiautor zufällig ein Schwede ist muss ein Wallander Roman von Henning Mankell unbedingt mit in meinen Koffer. die Wallander Krimis spielen zwar fast alle im zauberhaften Ystad, aber der letzte Krimi Der Feind im Schatten spielt tatsächlich in Stockholm, welch ein Zufall 🙂

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In diesem wunderbar geschriebenen und wie immer unglaublich spannenden Krimi besucht Kurt Wallander den Vater von  Lindas (Kurts Tochter) Lebensgefährten Hans von Enke zu seinem 75. Geburtstag in Stockholm. Der ehemalige Korvettenkapitän vertraut Wallander an, dass bereits einige Male fremde U-Boote in schwedischen Gewässern gesichtet wurden und das die Reaktion der obersten Befehlshaber auf diese fremden U-Boote sehr verdächtig gewesen seien. Kurz nach seinem Geburtstag kehrt Hakan von Enke von einem Spaziergang nicht wieder zurück und einige Zeit später wird seine Frau Louise tot aufgefunden…  So, mehr verrate ich aber nicht, damit die Spannung ein wenig erhalten bleibt. Dies ist also mein Stockholm Buch!

St. Petersburg – Das Schicksal des Fürsten Myschkin

Eine weitere Stadt mit großartigen Schriftstellern ist St. Petersburg, die alte Zarenresidenz. Da ich die russische Kultur und das Zarenreich sehr bewundere will ich auch hierzu ein Buch mitnehmen und da kam mir direkt einer DER größten russichen Schriftsteller in den Sinn: Fjodor Dostojewski.

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Ich habe bereits vor Jahren die beiden großen Werke „Der Spieler“ und „Der Idiot“ geradezu verschlungen und habe mich für die Kreuzfahrt für „Der Idiot“ entschieden, da der Roman in St.Petersburg spielt und mit seinen wunderbar detaillierten Schilderungen die alte Zarenstadt in neuem Glanz erstrahlen lässt. Im Zentrum der Erzählung steht der junge Fürst Myschkin, der nach einem längeren Aufenthalt in einer Schweizer Heilanstalt wieder nach St.Petersburg zurückkehrt. Myschkin leidet an Epilepsie und ist emotional unerfahren, was die russische Gesellschaft als „idiotisch“ deutet. Neben dem naiven Myschkin steht auch Nastassja Filippowna im Zentrum der Erzählung, eine atemberaubende Schönheit, die ihre zahlreichen Verehrer (Rogoshin, Ganja, Myschkin) zappeln lässt. Auch Myschkin ist der Shönheit Natassjas verfallen und als Rogoshin Nastassja tötet und Myschkin zur Totenwache hinzuholt ist dieser emotional und seelisch so angeschlagen, dass er erneut in ein Sanatorium in die Schweiz geht.

Der wunderbare Roman Dostojewskis kann kaum in wenige Worte gefasst werden, daher ist dies nur ein kurzer Versuch den Inhalt zu bündeln um einen ersten Eindruck zu erwecken!

Dänemark – Der Besuch des Leibarztes

Der Autor dieses Romanes Per Olov Enquist ist zwar Schwede, im Zentrum des Romanes steht ab der geisteskranke dänische König Christian VII, welcher durch Misshandlungen in seiner Kindheit schwer traumatisiert ist. Als Christian eine Reise durch Europa plant wird ihm der Altonaer Arzt Johann Friedrich Struensee zur Seite gestellt, der schon schnell das Vertrauen des jungen Königs gewinnt. Sukzessive übernimmt der Leibarzt die Geschäfte des Königs, da dieser dazu kaum fähig ist. Im Zuge der Erzählung beginnt der Leibarzt eine Affäre mit der Königin, wobei Christian den Leibarzt selber bat sich um seine Gattin zu kümmern. Der Staatsminister Guldberg sieht den zunehmenden Einfluss Struensees kritisch und bemüht sich fortan diesen zu beseitigen und die Ehre des Königs wieder herzustellen.

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Leider konnte ich zu Estland auf meinem Boden kein Buch finden, aber dafür möchte ich euch zu Kopenhagen, Schweden und Russland noch je einen wundervollen Film empfehlen. Ich werde mir diese Filme in den nächsten Tagen zur Einstimmung anschauen und vielleicht hat ja der ein oder andere von euch auch Lust einen dieser Filme zu sehen! Da ich zu Dänemark ebenfalls kein Buch gefunden habe erweitere ich den Textbegriff im Sinne Kristevas, nach welcher jede kulturelle Handlung ein Text ist, so auch ein Film!

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Dänemark –  Italienisch für Anfänger

Dieser Film gehört zu den bedeutensten Filmen im Dogma 95 Stil  (Grundidee ist es die Filme wieder realer und authentischer zu gestalten und der kontinuierlichen Wirklichkeitsentfremdung entgegen zu wirken -> Weg vom Kunstfilm). Die Charaktere des Films sind so grundverschieden, dass eine Beschreibung jedes einzelnen hier unmöglich ist. Viel wichtiger ist aber, wie alle Geschichten miteinander verwoben sind: der einsame Pastor Andreas, die tollpatschige Kuchernverkäuferin Olympia, die überforderte Frisöse Karen, der schüchterne Concierge Jorgen und der aggressive Kellner Hal-Finn, sie alle treffen sich im Kurs Italienisch für Anfänger und finden trotz ihrer Unterschiedlichkeit zusammen und machen einen wundervollen Trip nach Italien, wo sich alle Probleme scheinbar wie selbst lösen!

Russland – Der Kurier des Zaren

Der Klassiker von Jules Verne in der Verfilmung mit Hardy Krüger Junior wirft einen Blick auf ein dunkles Kapitel in der russischen Zarengeschichte. Hauptmann Michael Strogoff wird beauftragt den Neffen des Zaren vor den Tartaren in Sicherheit zu bringen. Der Tartarenfürst Feofar Khan beabsichtigt den künftigen Thronfolger zu ermorden, um die Macht an sich zu reißen. Auf seiner Reise durch das umkämpfte Russland trifft Strogoff die Gräfin Nadja, in die er sich verliebt, die aber von Ogareff, einem ehemaligen Offizier, gefangen genommen wird und Strogoff verraten soll. Neben der spannenden und atemberaubenden Reise durch Russland sorgt der französische Kriegsberichterstatter Jules Vermont immer wieder für zahlreiche Lacher!

Schweden – Wie im Himmel

Der schwedische oskarnominierte Film in Starbesetzung mit Michael Nyqvist erzählt die Geschichte des erfolgreichen Dirigenten Daniel Daréus, der aufgrund eines Herzinfaktes zur Ruhe kommen soll und sich in sein Geburtsdorf Ljusåker zurückzieht. Daniel kauft die alte Dorfschule und bald beginnt er den Chor der kleinen Kirche zu leiten. In dem kleine Dorf geht es aber nicht nur harmonisch zu, so wird auch die Geschichte von Gabriella erzählt (der ein wundervoller Song gewidmet wird), die von ihrem Mann misshandelt wird und sich mit Hilfe des Chores buchstäblich frei singt. Außerdem steht auch der Pfarrer Stig im Fokus, der mit seiner bigotten Doppelmoral seine Frau Inger gänzlich von sich wegstößt. Am Ende des Filmes steht ein Gesangswettbewerb in Innsbruck, auf den der Chor lange hingearbeitet hat.

Packfreuden

Heute Abend machen wir uns bereits auf den Weg in den Norden, um nach einer Übernachtung in Lüneburg am frühen Samstag weiter nach Warnemünde zu fahren wo wir um 20.00 in Richtung Dänemark ablegen werden.

Noch bin ich erstaunlicher Weise ruhig und entspannt, obwohl mich wie so jeden Urlauber gerade die große Frage beschäftigt: Was nehme ich mit???

Um das Packen ein wenig angenehmer zu gestalten habe ich mir meine „Some like it hot“ Schalplatte aufgelegt. Mein absoluter Lieblingsfilm von Billy Wilder spielt auch am Meer und lässt mich stets in Erinnerungen an die „guten alten Zeiten“ schwelgen, in denen die Badeanzüge noch wirklich „Anzüge“ waren und in denen die Männer den Frauen noch echte Diamanten geschenkt haben:-)

Da ich zum ersten Mal auf Kreuzfahrt gehe dachte ich, es ist eine gute Gelegenheit, dass auch meine neuesten Errungenschaften ihre Jungfernfahrt machen und direkt etwas von der Welt sehen 🙂 Mein Handgepäck habe ich nun fertig gepackt und es ist alle dabei denke ich:

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  1. Mein Portemonnaie von Osprey London mit ganz viel Shoppingbudget 🙂
  2. Mein Ipad zum Bloggen und berichten von Bord
  3. Meinen Ipod mit meinen Liebelingsalben „Some like it hot“, Bridget Jones, Ben Webster und Jamie Cullum
  4. Meine neuen Retro Headphones
  5. Taschentücher von Accessorize
  6. Handsanitizer von Bath & Bodyworks zum an die Tasche hängen
  7. Ein gutes Buch über Liebe in Kriegszeiten: Léon und Louise von Alex Capus (Ebenfalls ein super Buch von Alex Capus: Eine Frage der Zeit)

Damit ich all die schönen Dinge auch gut transportieren kann habe ich mir passenderweise auf Sylt noch bevor ich von der Kreuzfahrt wusste eine tolle große Tasche von Witty Knitters gekauft, wobei ich mal wieder riesiges Schnäppchenglück hatte, denn die Tasche war im Different Outlet Sylt von 399,00 auf 49,90 reduziert !

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Und damit ich Abends auch gut ausgestattet bin habe ich ein weiteres Schnäppchen auf Sylt geschlagen: eine tolle Wildledertasche von Carpe Diem, in maritimen blau! Dazu passt wunderbar meine Aigner Retro Sonnebrille!

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So ich werde mich jetzt weiter ans Packen machen, jetzt kommen die Kleider dran!

Warnemünde und ein Tag auf See

Ahoi ihr Lieben,

am Samstag hieß es für uns Leinen los in Warnemünde. Da wir schon etwas früher in Warnemünde angekommen sind, haben wir dir Zeit genutzt um einen kleinen Bummel an der Promenade und durch die Stadt zu machen.

Warnemünde ist wirklich schön und wir hatten auch noch das große Glück, dass die Gorch Fock gerade im Hafen lag, welch ein schöner Anblick.

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Am Pier 7 direkt am Hafen konnten wir außerdem die Sandskulpturen der WARNEMÜNDER SANDWELT bewundern. Die Skulpturen sind wahnsinnig detailgetreu und sehen einfach atemberaubend aus.

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Nach einem Bummel durch die zauberhafte Stadt, mit zahlreichen Altbauten und einem schönen Park inklusive Lesesaal, ging es für uns auf die Costa Fortuna. Das Schiff ist wirklich schön gestaltet, sogar ein wenig retro, wie ich mit Freude feststellen konnte.  An den Aufzügen und in den Fluren sind überall Zeichnungen von Kreuzfahrten in den Golden Twenties und an den Wänden hängen Photos aus 65 Jahren Kreuzfahrtgeschichte.

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Unser erster Tag am Schiff verlief wirklich toll. Wir haben eine Innenkabine mit einem sehr bequemen Bett und abends gab es ein Drei-Gang-Menü im Restaurant Michelangelo 1965.

Nach einem leckeren Espresso und einem Vermouth (Hommage an Some like it hot) ging es dann ab in die Koje, da wir für unseren ersten Landausflug (Kopenhagen) ja fit sein wollen 🙂

Kopenhagen

Am Sonntagmorgen sind wir an unserem ersten Hafen angekommen: Kopenhagen . Der Hafen (wir lagen im Nordbassinet) ist doch relativ weit entfernt von der Innenstadt, wie wir nach 35 Minuten Fußmarsch feststellen mussten :-). Dafür wurden wir reichlich entlohnt, als wir an den Königsgärten ankamen, einem wunderschön angelegten Park, in welchem das Rosenborg Slot steht, in dem man die Kronjuwelen (königliche Sammlung) besichtigen kann.

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Rosenborg Slot

Von den Königsgärten ging es weiter in Richtung Innenstadt, vorbei an der Universität und durch die ellenlange, aber sehr schöne Einkaufsstraße Østergade. Auf der Østergade gibt es eine Vielzahl wirklich schöner Geschäfte. Man findet hier sogar meinen englischen Lieblingsschokoladenladen: Hotel Chocolat! Besonders empfehlenswert fand ich das Kaufhaus Illum, in dem man eine große Auswahl skandinavischer Designer aber auch internationale Designermode und Einrichtungsgegenstände findet.  Für Liebhaber skandinavischer Mode und Designklassiker ist das Illums Bolighus wärmstens zu empfehlen. Dort gibt es unglaublich schöne Möbel und Accessoires. Ich habe mir als Andenken eine schöne Kette von Huldquist mitgenommen 🙂

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Im Illum gibt es auch einen tollen Bäcker, den Holm´s Bager! Das Essen in Dänemark ist allgemein sehr teuer, daher sollte man sich nicht wundern, wenn man für ein belegtes Baguette mehr als 5 Euro zahlt. Ich habe mir eine Zimtschnecke (dän. Kanelsnegl) für 16 Kronen (ca. 2,50 Euro) gegönnt und sie war jede Krone wert!

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Retro Copenhagen

Wie ihr seht gibt es sie immer noch, die schönen alten Briefkästen (dän. postkasse). Retroräder (überhaupt Fahrräder) sieht man in Kopenhagen an jeder Straßenecke, wunderbar!

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Ein weiteres must see für Porzellanliebhaber ist ein Besuch bei Royal Copenhagen, wo es wunderschöne Teller, Tassen und Vasen gibt. Im zweiten Stock gibt es dort einen 2nd choice Verkauf, wobei auch die 2nd choice Gegenstände immer noch sehr hochpreisig sind (Bsp. Tasse 41 Euro).

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Royal Copenhagen

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Am Ende der Einkaufsstraße kommt man am Rathaus aus. Wenn man noch ein kleines Stück weiter geht, sieht man schon den Tivoli, Kopenhagens berühmten Vergnügungspark.

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Tivoli

Nach einem kleinen Abstecher im Tourismusbüro in der Vesterbrogade (in den Tourismusbüros gibt es kostenloses WLAN), sind wir über die Stormgade in Richtung Christiansborg Palast gelaufen und von dort aus weiter runter zum Kanal. Man kann wunderbar am Kanal entlanglaufen und von dort aus an den Museen (Dänisch jüdisches Museum, Danish Arsenal Museum, Dänisches Architekturmuseum) vorbeischlendern und den alten Stock Exchange bewundern.

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Christiansborg Palast
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Stock Exchange

Vorbei am Royal Theatre und am Nyhavn gelangt man zum Amalienborg Palast, der wirklich sehr schön gelegen ist. Weiter führte uns unser Weg über die Amaliengade vorbei an der Marble Church und am dänischen Designmuseum hin zur Little Mermaid, die schon von zahlreichen Touristen umzingelt war.

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Nyhavn
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Amalienborg Palast

Nachdem wir das obligatorische Foto von der Meerjungfrau gemacht hatten, war es auch schon Zeit sich wieder auf zum Schiff zu machen. Vom Kastellet aus läuft man nochmal gute 30 Minuten bis zum Nordbassinet und als wir endlich wieder am Schiff ankamen, haben wir erstmal unsere Tagesbilanz anhand des Schrittzählers bestaunt: 22,40 km, über 22900 Schritte und 1500 verbrannte Kalorien. Stockholm werden wir ein wenig ruhiger angehen, aber zum Glück sind wir morgen den ganzen Tag auf See und können unseren Füßen eine Pause gönnen 🙂

Stockholm

HEJ!

Heute morgen (Dienstag) sind wir bei Sonnenschein in Stockholm angekommen. Da unser Schiff so groß ist, mussten wir auf dem Wasser (Strömmen) ankern und wurden mit den Tenderbooten (Rettungsboote) direkt zur Altstadt (Gamla Stan) rübergefahren. Die Altstadt liegt auf einer kleinen Insel im Stadtbezirk Södermalm.

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Die Gamla Stan ist wirklich sehenswert, viele kleine Gassen mit schönen Handwerks- aber auch Souvenirläden. Wer wie ich ein Faible für Küchenutensilien und schöne Dekoartikel hat, sollte unbedingt zu ZNOGG in der Österlånggatan 24 gehen, dort gibt es alles was das Herz begehrt. Über die Österlånggatan gelangt man direkt zum königlichen Schloss (swed. Kungliga Slottet). Weiter über die Rijksgatan gelangt man durch das Rijkshusset zur Strömgatan und damit in die Neustadt

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Auch in Stockholm gibt es zahlreiche Einkaufsmöglichkeiten, darunter auch viele internationale Läden und Restaurants, wie Urban Outfitters oder TGI Friday’s. Uns hat Kopenhagens Innenstadt im Vergleich aber doch besser gefallen, da die Einkaufsstraße aus zahlreichen alten und gut erhaltenen Gebäuden besteht, was in Stockholm leider nicht der Fall ist. Ein Muss für jeden Einrichtungsfan ist H&M Home, sowie das Lagerhaus, was preislich Ikea nahe kommt und Schönes für die Küche und die Wohnung bereithält. Ich habe mich für einen Keramikstempel (HOME MADE) für Kekse, ein Set Backschüsseln aus Melamin und pinke Messlöffeln entschieden. Die neuen Errungenschaften werden sicher die Tage ihren ersten Einsatz haben, denn ich will Zimtschnecken backen 🙂

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Für Feinschmecker ist ein Besuch in der Saluhall unabdinglich, denn hier gibt es Flusskrebse, Rentiersteak, Elchfleisch und das weltbekannte Smørrebrød.

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Nachdem wir die Stadt durchquert hatten, haben wir uns durch den Kungsträdgården und vorbei an der St. Jacobs Kyrka nach Östermalm aufgemacht, wo wir uns die Hedvig Eleonora Kirche, die königliche Bibliothek und den Humlegården angeschaut haben.

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Da wir unseren guten Vosatz einhalten wollten, nicht wieder einen Halbmarathon zu absolvieren, haben wir uns eine Pause im Hurry Curry in der Sjöjdgatan gegönnt, wo man für 99 Kronen (ca. 13 Euro) ein leckeres Mixed Thali bekommt (Bohnencurry, Lachs Tikka Masala, Poppadoms, Joghurt, Pilaw Reis, Couscoussalat und Brot). Nach der Stärkung und einer obligatorischen Kanelbulle (schwed. für Zimtschnecke) ging es wieder zurück durch die Neustadt in Richtung Gamla Stan und zurück zum Boot.

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Vorher habe ich aber noch ein absolutes Highlight entdeckt, das mein Nostalgieherz höher schlagen ließ, denn in der Drottninggatan 88 liegt das Centralbadet, ein altes Schwimmbad, welches 1904 gebaut wurde und noch heute in Betrieb ist. Unter dem Motto: Relive and Relax like in 1904! kann man hier schwimmen, im wunderschönen Garten einen Café trinken und einfach Abstand nehmen von unserer schnelllebigen Zeit.

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Da wir heute unsere Kabine wechseln durften und nun eine große Außenkabine mit Balkon haben, sitze ich bei Sonnenschein und Regenbogen draußen und reflektiere den Tag. Morgen geht es dann weiter nach Tallinn, worauf ich mich besonders freue.

God natt!

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Tallinn

Tere! (estn. Guten Tag)

Nach einem wunderbaren Tag in Stockholm sind wir heute Morgen im beschaulichen Tallinn, der Hauptstadt Estlands, angekommen. Wir wurden direkt am Hafen von unserer reizenden Reiseleitung Anne begrüßt und sind mit dem Bus vom Hafen in die Stadt gefahren. Leider war das Wetter sehr durchwachsen, aber das sollte den Eindruck den wir von dieser wunderschönen Stadt bekommen haben überhaupt nicht trüben!

Tallinn ist eine sehr kleine Stadt (gemessen an unseren Hauptstädten) mit nur 417.000 Einwohnern. Dafür hat es eine umso bewegtere Geschichte und ist geprägt durch jahrelange Kämpfe, Fremdbestimmung und Rückeroberungen. Eines merkt man aber sofort, wenn man Anne bei ihren Erzählungen zuhört: die Esten sind stolz auf ihr Land und ihre Stadt. Trotz der vielen Eroberungen durch die Dänen, Deutschen, Schweden und Russen, haben die Einwohner Tallinns (früher Reval) nie ihre Liebe und Beziehung zu ihrer Stadt verloren!

Die Stadt gliedert sich in Unterstadt und Oberstadt (Domberg). Unsere Führung begann zunächst in der Oberstadt, auf dem Domberg. Anne erzählt uns, dass die Unterstadt und die Oberstadt früher zwei autonome Städte waren und das die Leibeigenen frigelassen wurden, wenn sie es schafften, einen Tag in der Unterstadt zu überleben! Aus diesem Grund gab es schon früh Zwiste zwischen der reicheren Oberstadt, die ihre Leibeigenen nicht verlieren wollte, und der Unterstadt.

Der Turm des Schlosses (Dänische Burg) wird der „Lange Hermann“ (estn. Pikk Hermann) genannt. An der Spitze weht die estnische Fahne, die jeden Morgen und Abend – begleitet von der estnische Nationalhymne – gehisst wird. Die Melodie der estnischen und der finnischen Nationalhymne ist übrigens identisch!

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Von der Burg ging es weiter zur Alexander-Newski-Kathedrale. Sobald man dieses pompöse Gebäude erreicht hat, kann man unmerklich den russischen Einfluss anhand der fünf Zwiebeltürme ausmachen. Die Kathedrale wurde dem russischen Fürst Alexander Jaroslawitsch Newski gewidmet, der 1547 von der russisch-orthodoxen Kirche heiliggesprochen wurde. Wie alle russisch-orthodoxen Kirchen ist auch diese reich geschmückt, mit Gold und Ikonstasen. Während unseres Besuches fand gerade ein Gottesdienst statt, der einfach atemberaubend war. In russisch-orthodoxen Kirchen steht man während des Gottesdienstes und die Frauen tragen ein Kopftuch. Im Zentrum der Liturgie steht der Gesang und in dieser Kirche gibt es wirklich einen ganz wundervollen Chor, der einem das Herz bewegt, auch wenn man den Text nicht versteht.

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Weiter ging es für uns durch die kleinen kopfsteingepflasterten Gassen zur Domkirche. Das Besondere an der Domkirche sind die Wappen-Epitaphien der deutschbaltischen Adligen Estlands. Die Kirche ist die Bischofskirche des Erzbischofs der Estnisch-Lutherisch-Evangelischen Kirche.

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Nach einem letzten Blick auf Tallinn von oben, gelangten wir über das lange Bein (estn. Pikk Jalg) in die Unterstadt. Unser Weg führte uns an zahlreichen Bernsteingeschäften und wunderschönes Barockbauten vorbei.

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Ich fand die Oberstand schon ganz bezaubernd, aber die Unterstadt ist eine der bislang schönsten Städte wie ich finde.

In der Unterstadt sieht man die starke Verbindung Estlands mit der Hanse und den Deutschen. Viele der Kaufleute in Reval waren deutsch und kamen aus Lübeck (das wir auf der Rückfahrt noch besucht haben), so galt seit 1249 auch in Reval das Lübecker Stadtrecht.

Eine Besonderheit ist das Haus der Schwarzhäuptergilde in der Pikk. Mitglieder dieser etwas befremdlich klingenden Gilde waren deutsche ledige Kaufleute. Die Gilde gab es nur in Alt-Livland (Tallinn und Estland) und sie wurde nach ihrem Schutzpatron dem hlg.Mauritius benannt, der auch über der prachtvollen Eingangstür prangt.

In der Pikk gibt es zahlreiche alte Gildenhäuser, die alle sehr gut erhalten sind und meist unter Denkmalschutz stehen. Dazu gehören die Große Gildehalle oder das Kanutigildehaus mit den Figuren des Heiligen Knut und Martin Luthers.

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Unsere vorletzte Station war der Rathausplatz. Umgeben von pittoreseken Gebäuden steht das Rathaus, im gotischen Stil. Auf dem Rathausplatz gibt es zahlreiche überdachte Stände, an denen man Bernsteinschmuck, Holzwaren und Wollwaren erwerben kann. Auch die umliegenden Läden bieten zu guten Preisen eine Vielzahl schöner Mitbringsel. Ich habe mich für zwei schöne Bernsteinarmbänder (je 8 Euro) und ein paar dicke Wollsocken mit einem dazugehörigen Stirnband im skandinavischen Design (17 Euro und 12 Euro) entschieden. Der Winter kann kommen 🙂

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Ein weiteres Highlight ist die gegenüber liegende Ratsapotheke, die älteste durchgehend betriebene Apotheke Europas (seit 1422).

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Entlang der Stadtmauer ging es zurück zum Bus. Auch an der Stadtmauer gibt es viele kleine Stände an denen man günstig Accessoires kaufen kann.

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Gerne wären wir noch länger in Tallinn geblieben, denn diese zauberhafte Stadt war das absolute Highlight und DIE Überraschung dieser Kreuzfahrt. Tallinn vereint moderne Läden und gemütliche Cafés mit einer pittoresken mittelalterlichen Stadt und wunderschönen Gebäuden aus verschiedenen Epochen. Diese Stadt und die netten Leute sind definitiv einen Besuch wert!

Hwad aega! (estn. Tschüss)

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5 Gedanken zu “Land der Wikinger – Costa Kreuzfahrttest

  1. Pingback: Land der Wikinger – Costa Kreuzfahrttest | nostalgiaqueen

  2. Oh mein Gott, ich bin beeindruckt. Du warst einer der Glückspilze mit der Kreuzfahrt? Bei mir hat’s leider nicht geklappt. Umso schöner, dass es bei dir geklappt hat. Hammer! Werde mir in aller Ruhe alles durchlesen.

    Liebe Grüße – Tanja

    • Hallo Wiefindenwires,

      danke für dein Kompliment. Es freut mich immer unglaublich, wenn Leute über andere Links auf meinen Blog kommen und auch ein bisschen stöbern und lesen. Ich freue mich, dass dir mein Kreuzfahrtbericht gefällt. Das war wirklich eine „once in a lifetime“ Chance und ich schwärme immer noch davon!
      Ich hoffe du hast auch so viel Freude mit der Gastrolux- Pfanne wie ich?

      Ganz liebe Grüße

      nostalgiaqueen

  3. Pingback: Meine Winterfavoriten 2013 | nostalgiaqueen

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