Granatäpfel, Diamantenstaub und Macarons – Das Beautybloggercafé 2016

Ihr Lieben,

endlich sind sie da: die Herbstferien! Passend zum Ferienstart ging es für mich gestern nach Berlin zum alljährlichen Beauty Blogger Café, das wieder mal von Styleranking bei den Gebrüdern Fritz organisiert wurde. Ich habe mich schon lange auf das Café gefreut, da ich dort immer die Gelegenheit habe, neue Produkte und Trends kennenzulernen, aber vor allem liebgewonnene Bloggerkolleginnen zu treffen, wie Svenja von Reviermädchen, Mara von allthesmallstuffandthings oder Steffi von Testmiss. Neu kennengelernt habe ich die liebe Natascha von Probenqueen und gemeinsam mit Svenja haben wir einen tollen Tag in Berlin verbracht, von dem ich euch gerne berichten möchte.

img_9416Das Bloggercafé begann um 12 Uhr bei echtem Schietwetter, aber in einer umso schöneren Location, im Gebrüder Fritz. Ich liebe diese Location, ein Altbauapartment mit richtig viel Charme und liebe zum Detail. Wie immer wurden wir in der zauberhaften Küche mit allerlei Köstlichkeiten versorgt, von Kartoffelbällchen, über Smoothies aus getrockneten Früchten von buah, bis hin zu den himmlischsten Macarons, die die Gesichtsmaskenfirma Schaebens für uns alle bereitgestellt hatte (und ständig aufgrund der großen Nachfrage nachfüllen musste). Das Buffet ließ mal wieder keine Wünsche offen und der große alte Holztisch diente wie jeher als Treffpunkt zum Verweilen, Austauschen und Ausruhen.

img_9417Nach einer kleinen Stärkung mit Kaffee und Macarons ging es auf Entdeckertour und der erste Halt führte uns an den Beautyboxen Stand, wo wir uns unsere eigene Pink Box mit 5 Produkten zusammenstellen konnten. Meine Box besteht aus der L´Oréal Creme, der Wella Haarmaske Brilliance Maske (da meine Haare gerade extrem trocken und strapaziert sind), dem Weleda Nagelhautentfernerstift mit Granatapfel, der John Frieda 7 Tage Volumen Anwendung (auch diese kann bei meinen feinen Haaren nicht schaden 😉 ) und einem schönen Lidschatten von Essence. Ich selber bin nicht so ein großer Boxen Besteller und daher auch nicht der typische Kunde, aber meine Box selber zusammenzustellen hat wirklich Spaß gebracht und die schöne Verpackung hat mich dann letztendlich auch in den Boxenbann gezogen.

img_9420Von den Boxen ging es nun ab in einen herbstlich geschmückten Raum der Traditionsmarke Weleda, die einem das Gefühl gab, in einem verwunschenen Wald zu sein. Überall lagen mit dem Firmenlogo versehene Granatäpfel, es duftete nach herrlichen Rosen und zwischen Hortensien und Moos lagen die herbstlichen Produkte der Granatapfel Pflegeserie. Passend zum Herbst gibt es von Weleda nun auch den schönen Granatapfelduft (Bodyspray und Parfum), der laut Aussage der Mitarbeiterin bei jedem ein wenig anders riecht. Besonders gut gefallen hat mir die Granatapfelhandcreme, die aber sehr reichhaltig ist und eher abends zu verwenden ist, da sie nicht so schnell einzieht.

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Nach dem Ausflug in den Zauberwald sind Svenja, Natascha und ich bei einer unserer absoluten Lieblingsmarken gelandet: Braun. Wir alle schwören schon seit langem auf die Epilierer, Gesichtsbürsten, Föne und Co. und haben mit den netten Mitarbeiterinnen über den neuen Braun Epilierer 9 gefachsimpelt und waren alle ganz angetan von der Sonderedition der Gesichtsbürste, die nun im stylischen Roségold und mit einer hochwertigen weißen Tasche daherkommt. Wie immer konnte man sich auch von den beiden Stylistinnen die Haare machen lassen, aber aufgrund der großen Nachfrage haben wir es leider nicht mehr geschafft.

img_9426Frisch mit Süßigkeiten von der Candy Bar des Münchener Make Up Profis Nick Assfalg (bei HSE24 zu kaufen) gestärkt, hieß es nun ab ins Nagellackparadies. Die amerikanische Marke Sally Hansen hatte zwei Nagellackdesignerinnen und eine riesige Theke mit allerlei Neuigkeiten dabei und wir haben uns erst einmal unsere Nägel mit den neuen mit Keratin angereicherten Lacken machen lassen, bevor wir die gesamte Nagellacktheke bestaunt haben. Ein besonders tolles Produkt ist der miracle Gel Lack, der aber anders als die anderen Gel Lacke ohne UV Lampe funktioniert. Wichtig beim Auftragen ist aber, dass man die Schichten (Lack und Top Coat) recht dünn hält, da der Lack sonst fast eine halbe Stunde benötigt um zu trocknen.

Unsere drei letzten Stationen führten uns zu Beni Durrer, img_9424einer Berliner Make Up Marke, die in Deutschland produziert wird und ohne Tierversuche auskommt. Noch schnell vom Visagisten die Lippen in knalligem Pink schminken lassen und dann ging es zu Schaebens, der bereits oben erwähnten Gesichtsmaskenmarke, die uns ihr neuestes Produkt, die Dankeschönmaske mit echter Vanille vorgestellt haben. Mein Mann und ich schwören auf Schaebens und haben immer die Luxusmaske und die Peel-Off Maske in unseren Kulturbeuteln. Neu im Programm sind auch die Hyaluronmaske, die für eine frische und mit Spannkraft versorgte Haut sorgt sowie das Hyaluron Boost Konzentrat, das in kleinen Kapseln verpackt kommt und ideal ist, wenn man nach einer langen Nacht am nächsten Morgen frisch aussehen möchte.

img_9425Zum Abschluss des Tages wurden wir in wunderbarem Schwyzerdütsch noch von den lieben Damen von Swiss Smile beraten, die uns ihre hochwertigen und wirklich besonderen Zahnpflegeprodukte vorgestellt haben und hier kommt nun endlich der Diamantenstaub ins Spiel, denn in der diamond glow Zahnpasta der Firma wird edelster Diamantanestaub verarbeitet, der die Zähne auf natürliche Weise poliert und dabei viel schonender ist als die herkömmlichen Aufheller. So schonend, dass man die Zahnpaste auch mit einer elektrischen Zahnbürste gut verwenden kann. Für 59 Euro ist die Tube natürlich ziemlich teuer, aber man kommt 160 Nutzungen damit aus und ich werde die Zahnpasta in den nächsten Wochen testen, um euch darüber zu informieren, ob die Paste ihr Geld wert ist. Auch die anderen Pasten sind außergewöhnlich: herbal bliss ist mit 4 Kräutern versetzt, d´or wie der Name schon sagt mit Gold und snow white hellt die Zähne mit Backpulver auf.

Um 18 Uhr endete das Café dann und mit vollen Tüten, einem gut gefüllten Magen und einem breiten Lächeln auf den Lippen  – dank all der tollen Eindrücke und wunderbaren Bloggerkolleginnnen –  habe ich mich dann wieder auf den Heimweg gemacht. Meinen herzlichen Dank noch einmal an das Team von Styleranking für eure alljährliche tolle Organisation und die Möglichkeit, dass ich dabei sein durfte. Danke auch an alle Sponsoren, die uns mit einer traumhaften Goodiebag reichlich beschenkt haben!

Alles Liebe,

eure Nostalgiaqueen

Jetzt wirds ernst! – Buchreview im Blogtober

Ihr Lieben,

img_0284ich bin ja ein absoluter Lesefuchs und verschlinge Bücher geradezu. Leider wird die Zeit immer knapper, in der ich es schaffe ein Buch zu lesen und so bleiben meist nur die Ferien, in denen ich dann aber bis zu 2 Bücher in der Woche schaffe.

Momentan ist einer meiner absoluten Favoriten der österreichische Autor Robert Seethaler, der mit seinem Wiener Schmäh, seiner morbiden Art und seinem österreichischen Charme meine halb-Wiener Seele anspricht. Der Trafikant war ein riesiger Erfolg und ich konnte mich dem schrulligen Trafikanten, dem dörflichen Lehrling in Wien und natürlich dem zigarrenrauchenden Freud einfach nicht entziehen und habe das Buch in 3 Tagen durchgelesen. Wer es noch nicht kennt sollte es unbedingt lesen, so leichtgängig, kurzweilig, unterhaltsam und manchmal auch anrührend.

Heute möchte ich euch aber das dritte Buch das ich von Seethaler gelesen habe vorstellen: Jetzt wirds ernst .

Inhalt:

img_8918Das Buch fängt in medias res an und man taucht mitten in das Leben des Hauptprotagonisten ein, der als Apfelbaum verkleidet im örtlichen Theater ohnmächtig von der Bühne fällt. Der bereits skurril anmutende Anfang führt uns in die Lebensgeschichte des Protagonisten ein, dessen Vater ein Friseur, die Mutter  verstirbt noch zu Schulzeiten. Von Kindheitserinnerungen, in der Hecke mit der Nachbarin erste sexuelle Erfahrungen austauschend, über interessante Pausengestaltungen, mit dem Hintern zwischen den Gittern hockend, führt uns das Buch durch das Leben und Streben des Protagonisten, der zunächst nur um seinen Schwarm Lotte zu beeindrucken zum Theater möchte. Vom Schultheater, belustigend dargestellt als ein Sammelbecken der Verzweifelten und Ausgestoßenen,  über erste Erfahrungen beim Film hin zu einer Ausbildung beim örtlichen Theater, dessen Besitzer nicht skurriler sein könnten, ist unser angehender Schauspieler eigentlich selten erfolgreich, aber zu jeder Zeit höchst erheiternd und auch ein wenig bemitleidenswert. Das Buch endet offen und die große weite Welt mit all ihren Schauspielhäusern wartet nun.

Mein Eindruck:

img_0283Zu Beginn muss ich direkt sagen, dass ich dieses Buch nicht in 2 Tagen verschlungen habe, sondern deutlich länger zum Lesen brauchte (wie hier im Restaurant zu sehen), da es nicht so leichtgängig wie der Trafikant oder aber auch Ein ganzes halbes Leben war. Ich habe etwas gebraucht um erst einmal in die Geschichte reinzufinden, da die Romanfiguren diesmal noch ein wenig verrückter, schrulliger und ungewöhnlicher sind. Besonders beeindruckend an diesem Buch finde ich die Wortgewalt von Seethaler. Schon lange gab es meiner Meinung nichts Vergleichbares, was die Vielfalt der deutschen Sprache, ihren Wortreichtum und die mannigfaltigen Ausdrucksweisen in so elaborierter Weise ausschöpft wie Seethalers Bücher. Einfache Beschreibungen eines Wasserfleckens an der Decke werden bei ihm zu einer Ode an die deutsche Sprache und nicht selten sind seine Beschreibungen so bildlich plakativ, dass man die Personen mit all ihren optischen Makeln, die Wohnungen und auch den Haarschnitt beim Vater geradezu vor einem sieht und manchmal auch bei der sehr deutlichen und in diesem Buch auch deftigen Sprache etwas schmunzeln muss.

Der Protagonist tut einem während des Lesens immer wieder leid, da ihm nur selten etwas gelingt, sei es das Theaterspielen, das Buhlen um die erste Liebe, oder auch die Friseurausbildung im väterlichen Salon. Die übrigen Weggesellen sind ähnlich verschroben, angefangen bei seinem einzigen Freund Max, dessen Mutter sich im Wahn getrieben aus dem Fenster stürzt und der nur selten aufmunternde Worte für seinen Freund hat (ganz abgesehen davon, dass er mit Lotte zusammenkommt), seinem Vater, der aus dem Friseursalon ein Gewächshaus macht, oder den Lehrern, die einer mehr als der andere weniger erziehen und nur selten auf Seiten der Schüler sind.

Alles in allem ist das Buch ein guter Roman für den Urlaub, wenn man zwischendurch mal ein paar Seiten lesen will, da man auch länger pausieren kann und immer wieder sofort in die Geschichte reinkommt, auf Grund der kurzen episodischen Kapitel. Gemessen an den beiden vorigen Seethalern hat mich das Buch inhaltlich nicht so sehr fasziniert, aber sprachlich wieder vollkommen in seinen Bann gezogen. Von 5 Sternen würde ich 3,5 vergeben.

Das Buch ist beim Goldmann Verlag als Paperback erschienen und kostet 8,99. Ich danke dem Random House Verlag, der mir mein Exemplar kostenlos zur Verfügung gestellt habe.

Alles Liebe,

eure Nostalgiaqueen

Was ist euer Lieblingsbuch? Was macht für euch einen guten Roman aus?